Herr Elliesen hat vollkommen recht! Die nichtstaatlichen Dienste dürfen keinesfalls nur auf die Entwicklung des Entwicklungshelfers (EH) in der GIZ schauen und sie gar abwarten! Sie werden für ihre EH-Vorstellungen keinen entsscheidenden Einfluss auf die GIZ-BMZ-EH-Konzeption nehmen können. Anders als beim DED ist die Zivilgesellschaft nicht mehr beteiligt. Die EHer sind ein rein staatliches EZ-Instrument geworden; die Stellung als Juniorfachkraft wird sich zwangsläufig ergeben. Der Ausweg liegt tatsächlich darin, dass sich wenigstens (oder zunächst) die beiden kirchlichen Entwicklungshelferdienste auf die eigene (!) konzeptionelle und ethische Stärke besinnen und sie im Hinblick auf die gegenwärtigen entwicklungspolitischen Herausforderungen aktualisieren ("schärfen"). Sie könnten den Begriff des "Dienstes" glaubhaft vertreten und andere nichtstaatliche Entwicklungsdienste motivieren, anregen und mitziehen. Ein unterschiedliches Profil staatlicher und nichtstaatlicher EHer ist überzeugender als ein gleiches! In der Vergangenheit sind die kirchlichen Entwicklungswerke wiederholt mutig "vorausgegangen" und haben die Richtung von Entwicklungspfaden bestimmt. Ob sie dazu heute auch noch den Mut und die Kraft haben? Zu wünschen ist es; es könnte für die EHer ein Aufbruch werden.
Cay Gabbe
Herr Elliesen hat vollkommen recht! Die nichtstaatlichen Dienste dürfen keinesfalls nur auf die Entwicklung des Entwicklungshelfers (EH) in der GIZ schauen und sie gar abwarten! Sie werden für ihre EH-Vorstellungen keinen entsscheidenden Einfluss auf die GIZ-BMZ-EH-Konzeption nehmen können. Anders als beim DED ist die Zivilgesellschaft nicht mehr beteiligt. Die EHer sind ein rein staatliches EZ-Instrument geworden; die Stellung als Juniorfachkraft wird sich zwangsläufig ergeben. Der Ausweg liegt tatsächlich darin, dass sich wenigstens (oder zunächst) die beiden kirchlichen Entwicklungshelferdienste auf die eigene (!) konzeptionelle und ethische Stärke besinnen und sie im Hinblick auf die gegenwärtigen entwicklungspolitischen Herausforderungen aktualisieren ("schärfen"). Sie könnten den Begriff des "Dienstes" glaubhaft vertreten und andere nichtstaatliche Entwicklungsdienste motivieren, anregen und mitziehen. Ein unterschiedliches Profil staatlicher und nichtstaatlicher EHer ist überzeugender als ein gleiches! In der Vergangenheit sind die kirchlichen Entwicklungswerke wiederholt mutig "vorausgegangen" und haben die Richtung von Entwicklungspfaden bestimmt. Ob sie dazu heute auch noch den Mut und die Kraft haben? Zu wünschen ist es; es könnte für die EHer ein Aufbruch werden.
Cay Gabbe