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Am 19. August wurde Amazonien zum Gegenstand einer ungewöhnlichen Gerichtsverhandlung. Im Rahmen des 12. Panamazonischen Sozialforums (XII. FOSPA) tagte in Puyo, Ecuador, das Internationale Tribunal der Rechte der Natur. Sechs Fälle aus Amazonien wurden verhandelt – aus Ecuador, Peru, Kolumbien, Venezuela, Bolivien und Brasilien.
Angeprangert wurden Erdöl- und Gasprojekte, Umweltzerstörung und die Verletzung indigener Rechte. Doch im Hintergrund ging es um eine viel grundlegendere Frage: Wer entscheidet in Zukunft über Amazonien und dessen (Nicht-)Ausbeutung?
Besonders deutlich wurde diese Frage beim peruanischen Fall Lote 64. Das ausgewiesene Erdölfeld im Norden Perus überschneidet sich mit den traditionellen Gebieten der indigenen Völker der Achuar, Wampís und Chapra. Seit Jahrzehnten gibt es Versuche, das Gebiet für die Erdölförderung zu erkunden. Gleichzeitig bestehen massive Konflikte um Konsultation, territoriale Rechte und die mit der Erdölindustrie verbundenen Umweltzerstörung. Auch die Verbindung mit der nordperuanischen Ölpipeline und deren Geschichte von Leckagen und Ölkatastrophen wurde vor dem Tribunal angeprangert.

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