Bergkarabach ist wieder voll unter aserbaidschanischer Kontrolle. Neben der sich abzeichnenden humanitären Katastrophe wird auch befürchtet, dass armenische Kirchen und Klöster zerstört oder umgewidmet werden. Kenner der Region warnen aber, von einem Religionskonflikt zu sprechen.
Religionsvertreter engagieren sich verstärkt für den Klimaschutz. Die asiatischen Bischofskonferenzen haben sich einer internationalen Kampagne gegen fossile Brennstoffe angeschlossen. Auch den nächsten Klimagipfel in Abu Dhabi haben Religionsoberhäupter im Blick.
Seit Wochen sprechen sich die katholischen Bischöfe in Westafrika gegen eine Militärintervention der ECOWAS im Niger aus und fordern außerdem, die Wirtschaftssanktionen aufzuheben.
Die Katholische Kirche in Nigeria lehnt Pläne für einen staatlichen Rat für christliche Bildung als Angriff auf die Autonomie der Kirchen im Bildungswesen ab. Dabei hat der größte kirchliche Dachverband, dem die katholische Kirche angehört, diesen Rat vorgeschlagen.
In Pakistan wurde das sogenannte Blasphemiegesetz verschärft, den Beschuldigten droht nun lebenslange Haft. Menschenrechtler und kirchliche Organisationen berichten, dass vor allem Minderheiten von dem Gesetz betroffen sind.
In der Zentralafrikanischen Republik hat die Regierung am 30. Juli über eine neue Verfassung abstimmen lassen, das Ergebnis wird bis 7. August erwartet. Die katholische Kirche sieht den Vorgang kritisch und die Opposition klagt, der Präsident wolle sich den Verbleib an der Macht sichern.
Über Antisemitismus wird in Palästina ungern geredet. Die befreiungstheologische Laienbewegung Sabeel tut es trotzdem. In einem Buch ruft sie dazu auf, sich dem Problem in der palästinensischen Gesellschaft zu stellen.
„Ist Gott ein Grüner?“ Diese Frage hat die Stiftung Weltethos in Tübingen Ende Juni Vertretern von in Deutschland eher kleineren Religionsgemeinschaften gestellt. Antworten aus dem muslimischen Sufismus und der Sikh-Religion auf den Klimawandel.
In Indien hat sich die Lage religiöser Minderheiten laut einem Bericht des US-Außenministeriums weiter verschlechtert. Nichtstaatliche Organisationen bestätigen den Befund.
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