Katja Dorothea Buck

ist Religionswissen- schaftlerin und Journalistin in Tübingen.

Artikel von Katja Dorothea Buck

Ägypten
Ein ägyptischer Theologe hat die Eroberungszüge in der Frühzeit des Islams mit den Kreuzzügen im Mittelalter verglichen. Jetzt darf er nicht mehr predigen und lehren.
China verbietet christliche Beerdigungsriten
In China gehen die Behörden gegen christliche Beerdigungsriten vor mit der Begründung, dass man sich „von schlechten Beerdigungstraditionen befreien“ wolle zugunsten von „wissenschaftlichen, zivilisierten und wirtschaftlichen Formen“. Es ist nur eine von vielen Maßnahmen des Regimes, um religiöse Minderheiten zu kontrollieren.
Kritik an Regierung in der DR Kongo
Die Oberhäupter verschiedener Religionen in der Demokratischen Republik (DR) Kongo haben Ende Januar ihre bisher lose Zusammenarbeit mit einer gemeinsamen Charta auf eine formelle Grundlage gestellt und bei dieser Gelegenheit der Regierung von Präsident Tshisekedi die Leviten gelesen.
Katholische Kirche in Ruanda
Die katholische Kirche wird im Zentrum von Ruandas Hauptstadt Kigali eine Kathedrale auf dem Gelände des ehemaligen Nyarugenge-Gefängnisses bauen. Der Präsident des Landes und die Kirchenführung sind begeistert von den Plänen, manche Ruander nicht so sehr.
Christliche und muslimische Dalits
Das Oberste Gericht in Neu-Delhi will prüfen, ob christliche und muslimische Dalits künftig als gelistete Kasten (scheduled caste) anerkannt werden sollen. Das würde ihnen Zugang zu allgemeinen Gleichstellungsprogrammen verschaffen, den sie im Unterschied zu Dalits mit anderer Religionszugehörigkeit nicht haben.
Gewalt gegen Christen in Nigeria
Seit Dezember häufen sich die Angriffe von Boko Haram und anderen Terrorgruppen auf Christen im Nordosten von Nigeria. Nationale und internationale Kirchenverbände üben heftige Kritik an der Regierung von Präsident Muhammadu Buhari. Der wiegelt ab.
Konferenz in Nigeria
Eine wissenschaftliche Konferenz zum Thema Hexerei hat Ende November in Nigeria zu wochenlangen Diskussionen geführt. Vor allem christliche Gruppen forderten, sie abzusagen. Das Thema ist heikel – auch für die westliche Entwicklungshilfe.
Religionsführer im Libanon
Im Libanon sind sich die Führungen von Sunniten, Schiiten, Drusen und Christen einig. Sie stellen sich hinter die Protestbewegung und fordern ein Ende der Korruption. Dass die politische Macht entlang religiöser Grenzen aufgeteilt wird, stellen sie aber nicht infrage.
Algerien
Innerhalb eines Jahres haben die algerischen Behörden zwölf der insgesamt 46 evangelischen Kirchen im Land geschlossen. Begründung: Die Kirchengebäude seien nicht registriert. Insider sehen die Schließungswelle aber vor dem Hintergrund der allgemeinen Unruhen im Land.
Politische Unruhen
Bei Unruhen sind in Äthiopien Ende Oktober fast 90 Menschen ums Leben gekommen. Schnell war von ethnischen und religiösen Konflikten die Rede. Gegen diese Lesart verwahrt sich Premierminister Abiy Ahmed, doch von der äthiopisch-orthodoxen Kirche kommt Gegenwind.

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