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Venezuela
Vor den Präsidentschaftswahlen in Venezuela wird die Opposition behindert und schikaniert. Doch der Menschenrechtsaktivist Mario D’Andrea Cañas ist überzeugt, dass sie gewinnen kann und Präsident Nicolás Maduro schon über Auswege für sich und seine Getreuen nachdenkt.
Brasilien schlägt im Rahmen seiner G20-Präsidentschaft eine globale Mindeststeuer für Milliardäre vor. Das könnte der Auftakt zu einer gerechteren Besteuerung sein, sagt Christoph Trautvetter vom Netzwerk Steuergerechtigkeit.
Einige Anbieter von CO2-Zertifikaten wollen ihren Kunden nicht mehr bescheinigen, dass Investitionen in Klimaschutzprojekte die eigenen Emissionen ausgleichen. Gut so, findet Tillmann Elliesen.
Knapp 700 Millionen Menschen leben von weniger als 2,15 US-Dollar täglich. Ihre Zahl ist in der Corona-Krise wieder gestiegen, ebenso wie die der Milliardäre. Die UN-Nachhaltigkeitsziele, extreme Armut bis 2030 zu beseitigen und soziale Ungleichheit zu verringern, sind kaum noch erreichbar – und das eine geht nicht ohne das andere.
Der Papst ruft zu Umwelt- und Klimaschutz auf, radikale Hinduisten beeinflussen Wahlausgänge in Indien, Kirchen in Afrika wollen Gesetze gegen Homosexualität: Religionen nehmen politisch Einfluss. Weniger sichtbar, aber nicht minder wichtig sind ihre Einsätze für Katastrophenhilfe, gegen Armut und für Frieden.
Eine gerechtere und friedlichere Welt ist möglich, und die Entwicklungspolitik soll dazu beitragen. Noch dominieren hier westliche Geberländer das Feld, doch große Schwellenländer wie Brasilien, Indien und vor allem China engagieren sich zunehmend in der Süd-Süd-Kooperation – auch sie mit eigenen Interessen.
Die Erderhitzung hat gravierende Folgen für Mensch und Natur – nicht zuletzt im globalen Süden. Deswegen verlangen Stimmen dort von den reichen Ländern nicht nur entschlossenen Klimaschutz, sondern auch Klimagerechtigkeit und internationale Finanzierung für die unvermeidliche Klima-Anpassung.
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Kenias Präsident William Ruto hat Ende Juni nach heftigen Protesten ein Gesetz zu einigen Steuererhöhungen gestoppt. Kurz zuvor hatten ihn Kirchenführer ins Gebet genommen. Bischof David Kodia zu Hintergründen und wie es weitergeht.
Eine Initiative von Staat, Industrieverbänden und Entwicklungsorganisationen will das Kaffeegeschäft in der Schweiz umwelt- und sozialverträglicher machen. Freiwilliges Engagement der Firmen reicht aber nicht, sagen Kritiker.
Künstliche Intelligenz (KI) kann neue Zugänge zu Kunst und Kultur eröffnen, aber auch Klischees festigen und die Dominanz weniger Sprachen verstärken. Wie, untersucht eine neue Studie.
Wer verdient wie viel am liebsten Getränk der Deutschen? Bäuerinnen und Bauern nur wenig, der Handel mehr, aber das Bild ist kompliziert, findet eine neue Studie.
Titelbild Wer hat, dem wird gegeben
Hohe soziale Ungleichheit ist schädlich – aber nimmt sie wirklich global zu? Warum fällt Indien bei Chancengleichheit und menschlicher Entwicklung hinter seine Nachbarn zurück? Hat die heutige Ungleichheit Wurzeln in der Kolonialgeschichte? Und verhindert in Lateinamerika die soziale Kluft, dass der Rohstoffboom allen zugutekommt?
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Tipps

Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Ashoka Mody zeigt in seinem Buch "India Is Broken", wie Indiens Premierminister Narendra Modi zunehmend autoritär regiert, ethnische und religiöse Konflikte schürt und Korruption auf allen gesellschaftlichen Ebenen duldet.
Alia Trabucco Zerán porträtiert in ihrem Roman "Mein Name ist Estela" die neoliberal geprägte Klassengesellschaft Chiles. Erzählerin der äußerst spannenden Geschichte ist die Hausangestellte Estela.

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