Heftarchiv 2014

Heft 12 / 2014
Gesunde Böden sind die Grundlage der Ernährung. Sie müssen erhalten und geschützt werden, etwa mit Hilfe schonender Anbauweisen, wie sie Obdulia Galindo (unser Titelbild) im Hochland Perus einsetzt. Doch überall geht fruchtbarer Boden verloren – wenn viel gepflügt und gedüngt wird, steile Hänge bebaut werden oder Städte sich Agrarflächen einverleiben.
Heft 11 / 2014
Religion und Geld berühren sich auf vielerlei Weise. Gläubige spenden für ihr Seelenheil und ihre Religionsgemeinschaft – wie hier vor einem Bild des Dalai Lama in einem Kloster in Ladakh. Geldanleger beten, damit ihre Geschäfte gut laufen. Und sowohl wirtschaftlicher Erfolg wie freiwillige Armut finden den Segen vieler Religionen.
Heft 10 / 2014
Millionen Menschen im globalen Süden haben sich aus der Armut empor gearbeitet – so wie dieser Schneider aus Ruanda. Besonders in Afrika drohen viele aber schnell wieder abzurutschen, zum Beispiel wenn einmal die Behandlung einer Krankheit viel Geld kostet.
Heft 9 / 2014
Im März 1954 zündeten die USA vor dem Bikini-Atoll im Pazifik die Bombe „Bravo“ (Titelbild). Atomtests sind inzwischen verboten, aber von ihrem Schrecken haben diese Massenvernichtungsmittel nichts verloren. Ernsthafte Schritte zu ihrer Abschaffung bleiben die fünf anerkannten Atommächte schuldig.
Heft 8 / 2014
Es herrscht Aufbruchstimmung in Kuba. Vor allem die Bewohner Havannas freuen sich über den wirtschaftlichen Aufschwung, während im Hinterland noch sozialistischer Alltag herrscht. Gespalten ist auch die Nachbarinsel Hispaniola: Die Dominikanische Republik im Osten hat sich viel stärker entwickelt als Haiti, das ärmste Land in Amerika.
Heft 7 / 2014
Die indische Aktivistin und Wissenschaftlerin Vandana Shiva tritt lautstark gegen Ausbeutung und für Frauenrechte und Umweltschutz ein. Solche Forderungen aus dem Süden nehmen Entwicklungsorganisationen auf und tragen sie bei uns an die Politik heran. Mit Lobbyarbeit und Kampagnen verfolgen sie aber auch eigene Interessen und politische Anliegen.
Heft 6 / 2014
Hissène Habré ließ als Präsident des Tschad in den 1980er Jahren ganze Dörfer von Volksgruppen auslöschen, die er als Gegner ansah. Auch bei Angehörigen seines eigenen Klans, den Gorane, hatte er keine Skrupel: Die Männer auf unserem Titelbild wurden wie Tausende politische Gefangene von der Geheimpolizei brutal gefoltert. Nun können die Opfer endlich auf Genugtuung hoffen.
Heft 5 / 2014
Staaten grenzen ihr Territorium ab - das soll Frieden mit den Nachbarn bringen und ihre Bürger schützen. Diesen Schutz suchten im Februar 2011 Tausende Tunesier, die vor den Unruhen im Nachbarland Libyen zurück in ihre Heimat flüchteten, wie hier auf unserem Titelbild, das den Grenzübergang Ras Ajdir zeigt. Weniger sichtbare Grenzen verlaufen quer durch Gesellschaften und schließen zum Beispiel indigene Völker und ethnische Minderheiten vom sozialen und politischen Leben aus.
Heft 4 / 2014
Ein Muslim schaut einer Prozession von buddhistischen Mönchen in Magelang zu. Im Vielvölkerstaat Indonesien scheint die Demokratie gefestigt: Im April wird das Parlament gewählt und im Juli ein neuer Präsident. Viele Wähler hoffen auf unverbrauchte Reformpolitiker, die nicht den Familien korrupter Provinzfürsten angehören.
Heft 3 / 2014
Ein Tropfen für die Gesundheit: Ein Junge aus Jalalabad in Afghanistan erhält eine Polioimpfung. Der Impfstoff ist altbekannt und die Vereinten Nationen unterstützen den Einsatz. Neuartige Medikamente aber sind für viele Menschen in Entwicklungsländern oft unerschwinglich. Für manche Armutskrankheiten werden sie viel zu langsam entwickelt, weil das nicht lukrativ ist.
Heft 2 / 2014
Kein Arbeitstag ohne Mittagspause - das gilt auch für die Minenarbeiter aus Mali auf unserem Titelbild. Doch viele ungelernte Arbeiter in Billiglohnländern können sich richtige Pausen kaum leisten und verdienen ohne ständige Überstunden zu wenig zum Leben. Bessere Arbeitsverhältnisse und höhere Löhne sind meist erst das Ergebnis von Protest und gewerkschaftlicher Organisation.