Demokratie
Ein italienischer Priester hat vor 25 Jahren den katholischen Radiosender Sol Mansi in Guinea-Bissau gegründet. Heute ist er der meistgehörte Sender des Landes, auch weil er sich dem sozialen Zusammenhalt und der Vielfalt verschrieben hat.
Die Regierung in Bern hat den Kurs gewechselt und findet jetzt, dass der Autonomieplan Marokkos die beste Lösung für den Westsahara-Konflikt ist. Und Schweizer Unternehmen machen in dem umstrittenen Gebiet fragwürdige Geschäfte.
Die Länder Südosteuropas ringen noch mit den Folgen von Diktatur und ungelösten Konflikten. In Partnerschaften zwischen südosteuropäischen und deutschen Kommunen geht es vor allem um lokale Fragen – und um den Weg in Richtung Europäische Union.
Fawaz Gerges beschreibt in seinem Buch „The Great Betrayal“ die Geschicke des Nahen Ostens vom Ende des Osmanischen Reiches 1919 bis heute. Dabei geht er vor allem der Frage nach, warum sich in der Region weder Demokratie noch Wohlstand etablieren konnten.
Ein Vorbild für die Gen-Z-Proteste, die 2025 mehrere Regierungen zu Fall brachten, kam damals aus Nepal. Dort finden jetzt die versprochenen Neuwahlen statt und können neue, jüngere Gesichter an die Macht bringen.
Mit seiner Begnadigung von 175 verurteilten Straftätern hat der nigerianische Präsident Bola Tinubu im Land für Empörung gesorgt. Schließlich nahm er die Amnestie teilweise zurück.
Im indischen Bundesstaat Manipur halten die Spannungen zwischen ethnischen Gruppen unterschiedlicher Religionen an. Der neue Regierungschef versucht die Lage zu beruhigen, doch die Minderheitsgruppe vertraut ihm offenbar noch nicht.
Das Regime in Teheran hält sich nur noch mit brutaler Gewalt an der Macht. Die jüngsten Massenproteste haben es ins Wanken gebracht, aber der Opposition im Land fehlt eine glaubwürdige Führungsfigur und sie ist schwach organisiert.
In vielen Ländern haben zuletzt vorwiegend junge Menschen gegen autokratische Regime protestiert – meist ohne zentrale Führung. Das hat Vor- und Nachteile, so eine neue Studie.
Im August 2024 stürzten Studenten in Bangladesch die damalige Premierministerin Sheikh Hasina. Seitdem ist Nobelpreisträger Muhammed Yunus Übergangspräsident. Über seine Bilanz und die Wahlen spricht Philip Gain, Direktor der Organisation SEHD.
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