Demokratie

Seit dreißig Jahren sind München und Simbabwes Hauptstadt Harare über eine Städtepartnerschaft verbunden. Zwischenzeitlich wurden die offiziellen Kontakte gestoppt, doch eine aktive Zivilgesellschaft hielt die Verbindung am Leben.
Mit Kakerlaken und Parasiten hat Indiens Oberster Richter Surya Kant kürzlich arbeitslose junge Regierungskritiker verglichen. Diese mobilisieren nun aufgrund der Schmähung eine große satirische Protestbewegung.
Die im März gewählte grün-schwarze Landesregierung von Baden-Württemberg mit Ministerpräsident Cem Özdemir bekennt sich zur Entwicklungszusammenarbeit des Bundeslandes und will den Fokus auf Afrika neu ausrichten. Fachleute sind skeptisch, dass das gelingt.
Ein italienischer Priester hat vor 25 Jahren den katholischen Radiosender Sol Mansi in Guinea-Bissau gegründet. Heute ist er der meistgehörte Sender des Landes, auch weil er sich dem sozialen Zusammenhalt und der Vielfalt verschrieben hat.
Die Regierung in Bern hat den Kurs gewechselt und findet jetzt, dass der Autonomieplan Marokkos die beste Lösung für den Westsahara-Konflikt ist. Und Schweizer Unternehmen machen in dem umstrittenen Gebiet fragwürdige Geschäfte.
Die Länder Südosteuropas ringen noch mit den Folgen von Diktatur und ungelösten Konflikten. In Partnerschaften zwischen südosteuropäischen und deutschen Kommunen geht es vor allem um lokale Fragen – und um den Weg in Richtung Europäische Union.
Fawaz Gerges beschreibt in seinem Buch „The Great Betrayal“ die Geschicke des Nahen Ostens vom Ende des Osmanischen Reiches 1919 bis heute. Dabei geht er vor allem der Frage nach, warum sich in der Region weder Demokratie noch Wohlstand etablieren konnten.
Ein Vorbild für die Gen-Z-Proteste, die 2025 mehrere Regierungen zu Fall brachten, kam damals aus Nepal. Dort finden jetzt die versprochenen Neuwahlen statt und können neue, jüngere Gesichter an die Macht bringen.
Mit seiner Begnadigung von 175 verurteilten Straftätern hat der nigerianische Präsident Bola Tinubu im Land für Empörung gesorgt. Schließlich nahm er die Amnestie teilweise zurück.
Im indischen Bundesstaat Manipur halten die Spannungen zwischen ethnischen Gruppen unterschiedlicher Religionen an. Der neue Regierungschef versucht die Lage zu beruhigen, doch die Minderheitsgruppe vertraut ihm offenbar noch nicht.
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