Demokratie
Ein Vorbild für die Gen-Z-Proteste, die 2025 mehrere Regierungen zu Fall brachten, kam damals aus Nepal. Dort finden jetzt die versprochenen Neuwahlen statt und können neue, jüngere Gesichter an die Macht bringen.
Mit seiner Begnadigung von 175 verurteilten Straftätern hat der nigerianische Präsident Bola Tinubu im Land für Empörung gesorgt. Schließlich nahm er die Amnestie teilweise zurück.
Im indischen Bundesstaat Manipur halten die Spannungen zwischen ethnischen Gruppen unterschiedlicher Religionen an. Der neue Regierungschef versucht die Lage zu beruhigen, doch die Minderheitsgruppe vertraut ihm offenbar noch nicht.
Das Regime in Teheran hält sich nur noch mit brutaler Gewalt an der Macht. Die jüngsten Massenproteste haben es ins Wanken gebracht, aber der Opposition im Land fehlt eine glaubwürdige Führungsfigur und sie ist schwach organisiert.
In vielen Ländern haben zuletzt vorwiegend junge Menschen gegen autokratische Regime protestiert – meist ohne zentrale Führung. Das hat Vor- und Nachteile, so eine neue Studie.
Im August 2024 stürzten Studenten in Bangladesch die damalige Premierministerin Sheikh Hasina. Seitdem ist Nobelpreisträger Muhammed Yunus Übergangspräsident. Über seine Bilanz und die Wahlen spricht Philip Gain, Direktor der Organisation SEHD.
In Costa Rica hat Laura Fernández die Präsidentschaftswahl klar gewonnen und im Parlament nun die absolute Mehrheit. Der Rechtpopulismus hat sich in einem Land durchgesetzt, das als erfolgreiches Gegenmodell dazu galt, kommentiert Lars Bedurke von Brot für die Welt.
In Tansania will eine Gruppe von Katholiken ihre eigenen Bischöfe beim Papst in Rom anzeigen. Sie werfen ihnen vor, sich zu stark in politische Belange einzumischen. Hinter der Aktion wird die Regierung vermutet.
In Tansania hat die Regierung unter Präsidentin Samia Hassan die Proteste nach den Präsidentenwahlen im Oktober brutal niedergeschlagen; es gab wohl mehr als 1000 Tote. Der Politikwissenschaftler Thabit Jacob gibt einen Eindruck von der aktuellen Lage im Land.
Wie in Umfragen vorhergesagt, haben die Chileninnen und Chilenen bei der Stichwahl am 15. Dezember 2025 den rechtsextremen Kandidaten, Unternehmer und Anwalt José Antonio Kast zum Präsidenten gewählt. Die Stimmung in der Bevölkerung schwankt zwischen Empörung und Erwartung.
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