Katja Dorothea Buck

ist Religionswissen- schaftlerin und Journalistin in Tübingen.

Artikel von Katja Dorothea Buck

Gesundheitsversorgung
Das Deutsche Institut für Ärztliche Mission arbeitet seit fünf Jahren in Malawi mit Dorfgemeinschaften daran, ihre Gesundheitssituation zu verbessern. Das Projekt hat auch zum Umdenken in der Bevölkerung geführt.
Christenverfolgung
Werden christliche Flüchtlinge in deutschen Asylunterkünften systematisch schikaniert? Das evangelikale Hilfswerk Open Doors hat dazu eine zweifelhafte Umfrage vorgelegt – andere widersprechen. Die beiden großen Kirchen halten sich aus der Debatte lieber raus.
Mapuche
Seit Anfang des Jahres häufen sich Brandanschläge auf christliche Einrichtungen im Süden Chiles. Radikale Mapuche-Gruppen fordern die Rückgabe des Landes ihrer Vorfahren. Die katholische Kirche zeigt sich besorgt – und äußert Verständnis.
Auch wenn Religion nach wie vor trefflich als Brandbeschleuniger in Konflikten funktioniert: Gewalt und Terror sind in keinem Glauben als Grundprinzipien angelegt. Es gilt das friedensfördernde Potenzial zu heben.
Islamistischer Terror
Dem Terror von Boko Haram setzt die Kirche der Geschwister (EYN) in Nordnigeria christlich-muslimische Friedensinitiativen entgegen. Dafür wird sie am 20. Mai mit dem Michael-Sattler-Preis des Deutschen Mennonitischen Friedenskomitees ausgezeichnet.
Kenia
Kenia wählt zwar erst Ende 2017. Doch schon jetzt haben sich die Religionsführer des Landes mit deutlichen Worten an die Politiker gewandt. Sie sollten aufhören, in den sozialen Medien ethnische Vorurteile zu schüren und im Wahlkampf Milizen einzusetzen.
Die Frage, ob Demokratie und Islam zusammenpassen, gehört seit Jahren zum Standardrepertoire politik- und islamwissenschaftlicher Hauptseminare. Der Sammelband von Hamid Reza Yousefi enthält wichtige Anregungen, blendet aber zu viele Aspekte aus.
Christen in Ägypten
In Menschenrechtsfragen sorgt Ägyptens Machthaber Al-Sisi für negative Schlagzeilen. Die christliche Minderheit aber atmet nach Jahrzehnten der Diskriminierung auf. Der Staat will nun sogar die Kosten für den Wiederaufbau zerstörter Kirchen übernehmen.
Humanitäre Korridore
Eine ökumenische Initiative besorgt Flüchtlingen humanitäre Visa und bringt sie auf sicherem Weg nach Italien. Ende Februar sind die ersten 93 syrischen Flüchtlinge mit dem Flugzeug in Rom angekommen.
Kenia
Nach Kritik von Religionsführern in Kenia hat Präsident Uhuru Kenyatta Ende Januar ein Gesetz zur Regelung des religiösen Lebens kurz vor Inkrafttreten zurückgenommen. Es hätte der Regierung weitreichende Befugnisse zur Kontrolle von Religionsgemeinschaften gegeben.

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