Syrien

Noch liegen nach dem Krieg weite Teile Syriens in Trümmern, doch viele Menschen kehren schon in die zerstörten Gegenden zurück. Mohammed Moussa berichtet von seinem Leben in seiner Heimatstadt Damaskus.
Das christliche Kloster Mar Musa in den Bergen Syriens steht seit Jahrzehnten für den Dialog der Religionen. Der Dokumentarfilmer Shahab Kermani zeigt, wie dies und der Glaube helfen kann, in einem kriegszerstörten Land wieder Vertrauen zu schaffen.
Viele Syrer wissen zwar, was ihrer eigenen Gruppe unter dem Assad-Regime und danach Schlimmes widerfahren ist – aber wenig darüber, was anderen angetan wurde. Deshalb achtet die Amal News Journalistenschule auf Diversität, sagt ihre Geschäftsführerin Julia Gerlach.
Seit dem Sturz des Assad-Regimes versuchen zahlreiche Länder, ihre Beziehungen mit Syrien neu aufzustellen – auch die Schweiz. Ende Juli hat das Außenministerium das humanitäre Büro, das die Schweiz seit 2017 in Damaskus betreibt, zu einem Kooperationsbüro aufgewertet.
In Syrien entsteht trotz zerstörter Infrastruktur eine neue Generation von Start-ups. Ob Fahrdienste wie YallaGo oder Bildungs-Apps wie Quizat: Syrische Gründer nutzen den Mangel als Motor für technologische Innovation und sozialen Wandel.
Anas Kahal kam 2011 nach seinem Bacherlorabschluss in Damaskus als Kunststudent nach Deutschland. Zu seiner persönlichen Kunst fand er durch die Freiheit im Studium, aber auch durch den Einfluss der Arabischen Frühlings. Sein sehnlichster Wunsch heute: dass der Krieg und die Gewalt in Syrien aufhören!
Syrien leidet unter den Folgen des Kriegs und der jahrzehntelangen Diktatur. Um den Frieden zu sichern, fordert die Zivilgesellschaft in Städten wie Homs eine lückenlose Aufarbeitung. Doch die Übergangsjustiz weist strukturelle Schwächen auf – ohne eine konsequente strafrechtliche Verfolgung der Täter bleibt die Heilung der Gesellschaft ungewiss.
Ronya Othmann beschäftigt sich in ihrem lesenswerten Buch mit der Frage, was aus Syrien werden wird und was die neue Regierung eigentlich vorhat. Sie lässt dabei Kurden, Jesiden, Alawiten, Drusen, Ismailiten, Christen, Juden und Sunniten zu Wort kommen.
Die kurdisch geführte Autonomie in Nordsyrien ist angesichts des Vormarsches der nationalen Armee fast kampflos zusammenge­brochen. Das liegt an ihren inneren Widersprüchen und ihren autoritären Zügen. Nun gibt es Chancen für eine politische Öffnung.
Seit dem Sturz der Assad-Regierung im Dezember 2024 sind rund drei Millionen vertriebene oder ins Ausland geflüchtete Syrerinnen und Syrer nach Hause zurückgekehrt. Viele andere zögern noch oder können es sich nicht leisten. Denn nach dreizehn Jahren Krieg ist die Zerstörung in ihrer Heimat gewaltig.
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