Hilfsorganisationen und Gerichte Favoriten für Friedensnobelpreis

Wer in diesem Jahr den Friedensnobelpreis erhält, wird am Freitag bekannt gegeben. Im Blick sind unter anderem die Nothilfe-Komitees im Sudan und Kinderhilfswerke, aber auch internationale Gerichte und die Raumstation ISS.

Frankfurt a.M. - Das norwegische Nobelkomitee verkündet am Freitag, wer in diesem Jahr den Friedensnobelpreis erhält. Auf der Favoritenliste von Beobachtern stehen neben Initiativen für Menschenrechte und Kriegsnothilfe auch internationale Gerichte. Der Leiter des norwegischen Friedensforschungsinstituts Prio, Haakon Gjerløw, schreibt unter anderem dem ukrainischen Menschen- und Kinderrechtsaktivisten Mykola Kuleba und der Kinderhilfsorganisation „Save the Children“ Chancen auf den Preis zu.

Auf seiner Favoritenliste stehen zudem die nachbarschaftlich organisierten Nothilfe-Komitees im Sudan (ERR) sowie das Komitee zum Schutz von Journalistinnen und Journalisten (CPJ). Auch der Internationalen Gerichtshof (IGH) und der Internationalen Strafgerichtshof (ICC) hätten laut Gjerløw die Auszeichnung verdient, ebenso wie die Internationale Raumstation ISS wegen ihrer Bedeutung für die Kooperation über Grenzen hinweg. In den Wettbüros liegen die Hilfsorganisationen ERR, Mykola Kuleba und „Save the Children“ vorn.

Insgesamt 287 Nominierungen

Insgesamt gingen in diesem Jahr laut Nobelkomitee 287 Nominierungen ein. Der Nominierungszeitraum endete im Januar. Die Namen werden 50 Jahre lang geheim gehalten.

Der Friedensnobelpreis wurde vom schwedischen Chemiker und Erfinder des Dynamits Alfred Nobel (1833-1896) gestiftet. Er wird traditionell an seinem Todestag, dem 10. Dezember, in Oslo überreicht. Im vergangenen Jahr wurde die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado ausgezeichnet.

Nobel widmete die Ehrung Verdiensten um Völkerverständigung, Abrüstung und Frieden. Die Auszeichnung ist derzeit mit elf Millionen Schwedischen Kronen (knapp eine Million Euro) dotiert.

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