Bischofskonferenz kritisiert Anti-Queer-Gesetz in Uganda

Bonn - Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat die geplante Einführung eines Gesetzes zur schärferen Verfolgung sexueller Minderheiten in Uganda kritisiert. Als Kirche, die selbst auf eine lange Tradition der Queer-Feindlichkeit zurückblicke und mühsam dabei sei, diese Haltung zu überwinden, dürfe man dazu nicht schweigen, erklärte der LGBTQ-Beauftragte der Bischofskonferenz, der Essener Weihbischof Ludger Schepers, am Donnerstag auf Twitter. Die Verfolgung müsse aufhören, „nicht nur in Uganda, Nigeria oder Russland, sondern überall in der Welt“, betonte Schepers. Papst Franziskus habe erst jüngst klargestellt, dass die Kriminalisierung von Homosexualität ungerecht sei. 

Das Parlament Ugandas hatte im März für ein neues Gesetz gestimmt, das schwere Strafen für gleichgeschlechtliche Beziehungen vorsieht, bis hin zur Todesstrafe. Für das Inkrafttreten muss es noch von Präsident Yoweri Museveni unterzeichnet werden. International wurde das Vorhaben scharf kritisiert, unter anderem von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk.
 

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