Menschenrechte von Häftlingen
Eng, heiß, stickig: Im Gefängnis von Quezon City auf den Philippinen müssen die Häftlinge dicht an dicht auf dem Boden schlafen.  
Menschenrechte von Häftlingen

Gefangen in der Schule des Verbrechens

Zahlreiche internationale Pakte sollen die Rechte von Häftlingen schützen. Doch viele Länder verstoßen dagegen – nicht nur im globalen Süden.

Sie haben einen großen Namenspatron: Die sogenannten Nelson-Mandela-Regeln legen Mindeststandards für menschenwürdige Haftbedingungen fest. Die UN-Generalversammlung hat die 122 Richtlinien in einer erweiterten und aktualisierten Form im Dezember 2015 einstimmig verabschiedet; die Staaten haben sich also verpflichtet, sie einzuhalten. Dasselbe gilt für die „Bangkok Rules“ und die „Havanna Rules“, die die speziellen Bedürfnisse von Frauen und Kindern berücksichtigen.

Verstöße sind dennoch häufig. Doch die Missstände hinter Gittern werden vor allem dann deutlich, wenn Häftlinge eine blutige Revolte anzetteln oder Menschenrechtler grausame Fälle von Folter aufdecken. Viele Frauen, Männer und auch Kinder leiden im Verborgenen.

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erschienen in Ausgabe 11 / 2018: Eingebuchtet

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