Jade in Myanmar
Schürfer Jade Mine MyanmarSobald die Laster den Abraum aus der industriellen Mine bei Hpakant abgeladen haben, wühlen Kleinschürfer darin nach übriger Jade.

Hkun Lat

Jade in Myanmar

Die Schürfer setzen ihr Leben aufs Spiel

Die meiste Jade weltweit wird in Myanmar abgebaut und geht nach China. Das Militär und Rebellengruppen profitieren mit – auf Kosten der Arbeitskräfte.

Der Erdrutsch ist unvermeidbar“, sagt die 33-jährige Aye Yi, die in den Jademinen von Myanmar arbeitet, seit sie 14 ist. „Wir alle kennen das Risiko. Wir wissen nicht, wann es passiert, aber wir sind sicher, dass es irgendwann passiert.“

Bei dem verhängnisvollsten Minenunglück in Myanmar seit Menschengedenken am 2. Juli 2020 starben nahe der Stadt Hpakant mindestens 175 Menschen. Dort gruben informell tätige Bergbauarbeiter sich durch Geröllhänge, die Lastwagen aus Minenabraum aufgeschüttet hatten, als die von starken Regenfällen aufgeweichte Halde einbrach. Der Hang stürzte in den darunterliegenden See, und der Erdrutsch riss Dutzende Menschen mit.

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erschienen in Ausgabe 3 / 2021: Sport im Süden

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