Flüchtlinge in Griechenland

epd-bild / Thomas Lohnes

Bericht: 2017 kamen weniger Flüchtlinge in OECD-Länder

Die OECD-Länder haben im vergangenen Jahr weniger Flüchtlinge aufgenommen und anerkannt als in den Jahren zuvor.

Dadurch sank die Zahl aller Zuwanderer in die Länder 2017 um fünf Prozent im Vergleich zu 2016. Das geht aus dem "Internationalen Migrationsausblick 2018" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, der am Mittwoch in Berlin und Paris vorgestellt wurde. Der OECD gehören die 35 weltweit am stärksten entwickelten Länder mit einer Gesamtbevölkerung von 1,3 Milliarden Menschen an.

Zahl der Saisonarbeiter erfasst

Im vergangenen Jahr erhielten fünf Millionen Menschen einen regulären Aufenthalt in einem der OECD-Mitgliedsländer. 1,23 Millionen dieser Zuwanderer waren Flüchtlinge, deren Asylbegehren anerkannt wurde. Hauptherkunftsländer waren Afghanistan, Syrien und der Irak. 40 Prozent kamen im Zuge der Familienzusammenführung.

Der jährlich erscheinende Bericht, der sich mit allen Formen der Migration und der Migrationspolitik der Mitgliedsländer beschäftigt, erfasst erstmals auch die Zahl der Saisonarbeiter. Sie ist in Polen und in den USA am höchsten. Nach Polen kommen vor allem Ukrainer, in den USA arbeiten vorwiegend Inder im Saisonbetrieb. Die Arbeitslosigkeit von Migranten insgesamt sank dem Bericht zufolge um einen Prozentpunkt auf 9,5 Prozent im Durchschnitt aller OECD-Länder.

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