Europas Kirchen fordern Schutz für bedrohte Menschen in Afghanistan

Brüssel - Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) appelliert an die EU, von den Taliban bedrohte Menschen aus Afghanistan nicht ihrem Schicksal zu überlassen. „Wir fordern die EU auf, bei der Schaffung von humanitären Korridoren, Neuansiedlungen und anderen sicheren Übergängen mitzuwirken, um Flüchtlinge an sichere Orte außerhalb Afghanistans zu bringen“, erklärte die KEK gemeinsam mit der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (Comece) am Donnerstag in Brüssel. Afghanen, die bereits in der EU sind, müssten einen sicheren Aufenthalt erhalten, Abschiebungen nach Afghanistan müssten gestoppt werden.

Vor allem das Leben von Frauen, Kindern, Akteuren der Zivilgesellschaft, Menschenrechtsverteidigern, Journalisten, Künstlern und Angehörigen ethischer und sexueller Minderheiten sowie von Christen und Angehörigen andere Religionsgemeinschaften sei bedroht. Die Entscheidungsträger in der EU müssten Menschlichkeit zeigen, entschlossen handeln und beweisen, dass die Werte der EU „keine leere Rhetorik“ seien.

„Wir sind tief schockiert über die jüngsten Berichte aus Afghanistan“, erklärten KEK und Comece. Diese zeugten vom Leid und der Hilflosigkeit der afghanischen Bevölkerung. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten müssten sich an die Spitze gemeinsamer und koordinierter Solidaritätsbemühungen der internationalen Gemeinschaft stellen, um Afghanen zu helfen, die vor Gewalt und Terror fliehen.

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