EU-Investitionsbank: 8,14 Milliarden Euro für außerhalb der EU

Brüssel - Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat im vergangenen Jahr Kredite und Garantien in Höhe von 8,14 Milliarden Euro außerhalb der EU vergeben. Mit 2,15 Milliarden Euro entfiel davon die größte einzelne Summe an die Gruppe der Afrikanischen, Karibischen und Pazifischen Staaten (AKP), die Überseeischen Länder und Gebiete der EU wie Neukaledonien und Grönland sowie Südafrika, teilte die Bank am Donnerstag in Brüssel mit. Die Zahlen umfassen die EIB und den ihr zugehörigen Europäischen Investitionsfonds (zusammen EIB-Gruppe).

Auf die sogenannte Südliche Nachbarschaft, zu der Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens zählen, entfielen demnach 2,03 Milliarden Euro, auf Lateinamerika und Asien zusammen 1,54 Milliarden Euro. Die übrige Summe verteilt sich auf andere europäische Länder und östliche Nachbarstaaten. Das Gesamtfinanzierungsvolumen der EIB-Gruppe stieg 2021 den Angaben zufolge auf die Rekordhöhe von rund 95 Milliarden Euro. 2020 habe es 77 Milliarden Euro betragen.

Gelder für Infrastrukturprojekte, Klima, Umwelt und Entwicklung

Die EIB vergibt unter anderem Darlehen und Garantien für Projekte in und außerhalb der EU. Zu ihren Schwerpunktbereichen gehören Infrastruktur, Klima und Umwelt, Entwicklung und Innovation. In den vergangenen zwei Jahren war der Kampf gegen die Corona-Pandemie zum Beispiel durch die Finanzierung von Impfstoffforschung und Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen eines ihrer Kernanliegen.

EIB-Präsident Werner Hoyer zeigte sich am Donnerstag bereit, die Aktivitäten der Bank außerhalb Europas weiter zu verstärken. Zugleich machte der Deutsche klar, dass die Politik über die Ausrichtung der Bank bestimme. Die EIB in Luxemburg ist im Besitz der EU-Mitgliedstaaten, ihre Leitlinien erlassen deren Minister, in der Regel die Finanzminister.

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