Uganda: Hunderte obdachlos durch Überflutung des Viktoria-Sees

Frankfurt a.M., Kampala - Überflutungen durch den Anstieg des Viktoria-Sees haben in Uganda Hunderte Menschen obdachlos gemacht. Der See sei wegen intensiver Regenfällen in den vergangenen drei Wochen im Distrikt Masaka über die Ufer getreten, berichtete die ugandische Zeitung „The Monitor“ am Freitag. Vor allem in den vergangenen fünf Tagen seien viele Häuser und Geschäfte zerstört worden.

Neben der Zerstörung und den wirtschaftlichen Verlusten für die Bevölkerung sind demnach vor allem über Wasser übertragbare Krankheiten wie Cholera zu befürchten. Überflutete Grubenlatrinen hätten zu einer problematischen hygienischen Situation geführt, der die Menschen der Region zusätzlich ausgesetzt seien.

Klimawandel führt zu starken Regenfällen und in der Folge Überflutungen

Der Viktoria-See, Afrikas größter Süßwassersee, hat in den vergangenen Jahren immer wieder extreme Wasserhochstände verzeichnet. Im Mai 2020 zuletzt sogar einen neuen Rekordhochstand von 13,42 Metern. Teilweise wird der Wasserstand des Sees durch Dämme reguliert. Starke Regenfälle bedingt durch Klimaveränderungen haben in den vergangenen Jahren jedoch immer wieder zu Überschwemmungen geführt. Nachdem die Erweiterung des Nalubaale-Damms im Norden des Sees und eine Dürre Mitte der 2000er Jahre den Wasserstand auf ein ungewöhnlich niedriges Niveau hatten sinken lassen, verlegten zudem viele Gemeinden ihre Häuser näher ans Ufer, wodurch viele nun anfällig für Überschwemmungen sind.