UN-Sicherheitsrat verlängert Unterstützungsmission für Somalia

Nairobi/New York - Der UN-Sicherheitsrat hat das Mandat der Unterstützungsmission für Somalia (Unsom) um ein Jahr verlängert. Fast alle Mitgliedsländer stimmten am Montag (Ortszeit) in New York dafür, wie die Vereinten Nationen mitteilten. Nur China enthielt sich demnach bei der Abstimmung. Die seit 2013 bestehende Mission soll der somalischen Regierung sowie der Afrikanischen Union beim Schutz der Bevölkerung und bei der Stabilisierung des ostafrikanischen Landes helfen.

Die UN-Mission hat in Somalia Büros in verschiedenen Landesteilen und setzt sich für den Aufbau eines demokratischen Rechtsstaates und die Wahrung der Menschenrechte ein. Der britische Delegierte im Sicherheitsrat, James Kariuki, sagte, die Verlängerung sei ein Zeichen der Unterstützung für den somalischen Präsidenten Hassan Sheikh Mohamud. Er lobte dessen Entschlossenheit, die islamistische Terrorgruppe Al-Shabaab zu besiegen.

Somalia wird seit Jahrzehnten von Konflikten erschüttert. Die Terrorgruppe Al-Shabaab, die sich mehrheitlich als Teil des Terrornetzwerks Al-Kaida versteht, kontrolliert Teile des Landes und verübt immer wieder Anschläge. Zuletzt kamen bei einem Selbstmordanschlag der Islamisten in der Hauptstadt Mogadischu am Samstag mehr als 100 Menschen ums Leben. Am Montag bat die somalische Regierung die internationale Gemeinschaft um Hilfe, um die mehr als 300 Verletzten des Attentats behandeln zu können. Der Delegierte Kenias im Sicherheitsrat, Martin Kimani, verurteilte den Angriff und forderte mehr Unterstützung für Somalia im Kampf gegen den Terror.