Berlin - Die dritte Konferenz zur Unterstützung der vom Krieg geplagten Menschen im Sudan kommt in diesem Jahr in Berlin zusammen. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts kündigte am Freitag in Berlin an, dass Deutschland rund um den Jahrestag des Kriegsbeginns im Sudan am 15. April die Konferenz ausrichten werde. Ziel sei es, die Friedensbemühungen voranzubringen. 2025 war London Gastgeber der Konferenz, im Jahr davor Paris.
Die Sprecherin wies darauf hin, dass der Krieg im Sudan inzwischen 1.000 Tage andauere. Die größte humanitäre Krise der Welt habe bereits Millionen von Zivilistinnen und Zivilisten in Flucht und Armut, viele Zehntausende auch in den Tod getrieben, sagte sie. „Viel zu viele Menschen leiden und sterben dort nach wie vor an Hunger und Durst, sind Opfer von Vertreibung und Vergewaltigung“, sagte die Sprecherin.
Humanitäre Hilfe steht im Mittelpunkt
Bei den vergangenen Sudan-Konferenzen standen die humanitäre Hilfe und der Schutz der Bevölkerung im Vordergrund. Deutschland habe im vergangenen Jahr 157 Millionen Euro für die humanitäre Hilfe im Sudan gegeben und zähle damit zu den größten Gebern, sagte die Außenamtssprecherin.
Der Krieg im Sudan begann am 15. April 2023 mit Kämpfen in der Hauptstadt Khartum. Hintergrund ist ein Konflikt um die Macht zwischen der regulären Armee und den paramilitärischen „Rapid Support Forces“ (RSF). Die Kämpfe weiteten sich schnell auf weitere Teile des Landes aus. Immer wieder dringen Berichte über mutmaßliche Kriegsverbrechen wie Massentötungen oder Vergewaltigungen nach außen. Nach aktuellen UN-Angaben leiden im Sudan mehr als 21 Millionen Menschen unter akutem Hunger. Rund 9,3 Millionen Menschen seien innerhalb des Landes auf der Flucht. Mehr als 4,3 Millionen Kinder, Frauen und Männer seien über die Landesgrenzen geflüchtet.