Leipzig - Das Gustav-Adolf-Werk (GAW) unterstützt in diesem Jahr evangelische Kirchen weltweit mit insgesamt 1,9 Millionen Euro. Im Fokus stünden vor allem Partner in Krisenregionen wie der Ukraine und Syrien, teilte das Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Freitag in Leipzig mit. Mit dem Geld sollen insgesamt 104 Projekte unterstützt werden.
Neben Renovierungs- und Bauvorhaben gehe es dabei um Nothilfeprojekte. Ziel sei, die Existenz evangelischer Minderheiten zu sichern und ein Zeichen der Hoffnung zu setzen. GAW-Präsident Martin Dutzmann erklärte, zunehmend müsse sich das Werk mit der Existenz von Minderheitskirchen im Krieg sowie mit „repressiven Strukturen“ und eingeschränkter Meinungs- und Glaubensfreiheit beschäftigen.
Umbau von Kirchenruine geplant
Im Gebiet des ukrainischen Odessa etwa ist demnach der Umbau einer Kirchenruine zum Kirchen- und Diakoniezentrum geplant. Im ukrainischen Transkarpatien unterstütze das Werk die Reformierte Kirche bei der Installation von Solaranlagen für 30 Pfarrhäuser. In Syrien fördert das GAW unter anderem ein Schulspeisungsprojekt an der evangelischen Bethel-Schule in Aleppo.