Genf - Rund 53 Millionen Menschen sind laut den Vereinten Nationen im Jahr 2025 wegen der internationalen Geldkürzungen von Gesundheitsleistungen abgeschnitten worden. Die Betroffenen hätten in 22 humanitären Krisenregionen vergeblich auf medizinische Hilfe gewartet, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag in Genf mit.
Chikwe Ihekweazu, WHO-Direktor für Notprogramme, betonte, dass rund 6.700 Krankenhäuser, Kliniken, Praxen und andere Einrichtungen teilweise oder ganz ihre Arbeit einstellen mussten. Die WHO rief Geberländer auf, 2026 eine Milliarde US-Dollar (850 Millionen Euro) für Nothilfe in stark betroffenen Gebieten bereitszustellen.
Gelder für den Gaza-Streifen, Sudan und die Ukraine
Darunter seien der Gaza-Streifen und weitere Regionen im Nahen Osten, Sudan, Ukraine, die Demokratische Republik Kongo, Haiti und Myanmar. Insgesamt lebten 250 Millionen Menschen in Regionen, in denen humanitäre Krisen herrschten. Dort mangele es an Schutz, Unterkünften und medizinischer Unterstützung.
US-Präsident Donald Trump hatte zu Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 nahezu alle Gelder für die humanitäre Hilfe ausgesetzt oder gestrichen. Andere Geberländer schränkten ebenfalls ihre Überweisungen ein.