Berlin/Washington - US-Präsident Donald Trump und sein kolumbianischer Amtskollege Gustavo Petro haben sich in Washington zu einem Spitzengespräch getroffen. Nach dem rund zweistündigen Austausch am Dienstagnachmittag (Ortszeit) im Weißen Haus bezeichnete Petro das Gespräch in einer Pressekonferenz als „sehr positiv“.
„Uns vereint der Wille zur Freiheit“, sagte er. Gemeinsam habe man über die Zukunft Venezuelas, die Förderung grüner Energien und das Bekämpfen von in Kolumbien aktiven Drogenbanden gesprochen. US-Präsident Trump erklärte nach dem Treffen, er schätze den Sinneswandel von Petro in Bezug auf die Situation in Venezuela, wie die US-amerikanische Zeitung „Times Union“ berichtete.
Fischerboote versenkt
In den vergangenen Monaten hatten sich die Beziehungen zwischen Washington und Bogotá erheblich verschlechtert. Trump warf Petro vor, er betreibe keine wirksame Drogenbekämpfung. Die USA hatten im vergangenen Jahr mehrmals Fischerboote aus Kolumbien versenkt, die mutmaßlich Drogen transportierten.
Nach dem Angriff auf Venezuela Anfang Januar hatte Trump vor Journalisten gesagt, Petro solle „auf seinen Arsch aufpassen“. Die Aussagen lösten Besorgnis in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá aus. Der linksgerichtete Petro zählte zu den schärfsten Kritikern des US-amerikanischen Angriffs auf Venezuela, bei dem Staatschef Nicolás Maduro sowie dessen Frau Cilia Flores gefangengenommen und in die USA gebracht wurden.