Aachener Friedenspreis: Spendenaufruf für iranischen Newsletter

Der Preisträger des vergangenen Jahres dokumentiere die Menschenrechtsverletzungen im Iran, erklärte der Trägerverein.

Aachen - Der Trägerverein des Aachener Friedenspreises hat zu Spenden für die iranische Medienplattform „Amirkabir Newsletter“ aufgerufen. Die Organisation, die den Preis im vergangenen Jahr erhalten hat, dokumentiere die schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran, erklärte eine Sprecherin des Friedenspreises am Freitag. Der Chefredakteur habe um finanzielle Unterstützung gebeten. Das Geld werde unter anderem für eine stabile und sichere Internetverbindung gebraucht.

Der „Amirkabir Newsletter“ war den Angaben zufolge Ende der 1990er Jahre zunächst als Mitteilungsblatt von Studentinnen und Studenten der Amirkabir-Universität in Teheran erschienen und erweiterte seine Reichweite im Internet. Bis zur Sperrung der Website 2009 habe die Plattform unter anderem über Menschenrechtsverletzungen, Aktionsaufrufe und Studentenproteste berichtet.

2015 habe der Newsletter seine Aktivitäten in Form eines Telegram-Kanals und weiterer Social-Media-Präsenzen wieder aufgenommen. Mehrfach seien Redaktionsmitglieder entführt, verhaftet und verurteilt worden, erklärte der Trägerverein.

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