Mexiko-Stadt - Zwei Schiffe der mexikanischen Marine sind mit mehr als 800 Tonnen Hilfsgütern in Richtung Kuba unterwegs. Die Versorgungsschiffe seien am Sonntag (Ortszeit) aus dem Hafen Veracruz ausgelaufen, berichtete das mexikanische Außenministerium.
Das Schiff „Papaloapan“ transportiert 536 Tonnen Grundnahrungsmittel, darunter Milch, Fleischprodukte, Kekse, Bohnen, Reis, Thunfisch in Wasser, Sardinen und Pflanzenöl sowie Hygieneartikel. Auf das Schiff „Isla Holbox“ wurden rund 277 Tonnen Milchpulver für die notleidende Bevölkerung der Karibikinsel verladen. Die Schiffe sollen in vier Tagen ihr Ziel erreichen. Weitere 1.500 Tonnen Milchpulver und Nahrungsmittel seien versandbereit, meldete das Außenministerium.
Sheinbaum setzt auf Diplomatie
Die mexikanische Regierung erklärte, sie bekräftigte mit dieser Lieferung „die humanistischen Grundsätze und die Solidarität“, von denen sie sich leiten lasse, sowie ihr Engagement für die internationale Zusammenarbeit. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte zuvor versprochen, die Wiederaufnahme des Exports von Erdöl auf „diplomatischem Weg“ zu klären. Ende Januar hatte US-Präsident Donald Trump Kuba zu einer „außergewöhnlichen Bedrohung“ für die Sicherheit der Vereinigten Staaten erklärt. Washington droht, Strafzölle auf Waren aus Ländern zu erheben, die Erdöl an Kuba liefern.
Nach dem militärischen Überfall der Vereinigten Staaten auf Venezuela Anfang Januar hatte Mexiko seine Erdölverkäufe an Kuba eingestellt. Die Insel verfügt zwar als eines der wenigen karibischen Länder über eine eigene Erdölindustrie, fördert jedoch nur rund 40 Prozent des Eigenbedarfs. Die Blockade führt zu gravierenden Engpässen in der Treibstoffversorgung und in der Energieversorgung.