UN: Mehr als 40 Tote durch Gewalt zwischen Afghanistan und Pakistan

Seit Ende vergangener Woche eskaliert die Gewalt zwischen Pakistan und Afghanistan. Die Vereinten Nationen warnen vor den Folgen für die Zivilbevölkerung.

Frankfurt a.M., Kabul - Durch die jüngste Eskalation der Gewalt zwischen Pakistan und Afghanistan sind laut den Vereinten Nationen mindestens 42 Zivilisten getötet worden. Zudem seien 104 Menschen verletzt worden, teilte die UN-Mission in Afghanistan (Unama) am Dienstag in Kabul mit. Die UN-Mission bekräftigte die Forderung nach einem Stopp der Grenzgefechte zwischen den beiden Nachbarländern. Diese verschärften die ohnehin schwerwiegende humanitäre Lage in Afghanistan.

Ende vergangener Woche war der Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan erneut eskaliert. Unter anderem bombardierte die pakistanische Luftwaffe Ziele in Afghanistan. Seit Jahren schwelt ein Konflikt zwischen beiden Ländern. Pakistan wirft der afghanischen Taliban-Regierung vor, die pakistanischen Taliban TTP zu unterstützen, die immer wieder Terroranschläge in Pakistan verübt.

Tausende Familien vertrieben

Die vorläufige Bilanz der Vereinten Nationen zu den Toten und Verletzten bezieht sich auf den Zeitraum zwischen dem 26. Februar und dem 2. März. Die UN-Mission warnte auch vor einer Verschärfung der ohnehin schon schwerwiegenden humanitären Krise in Afghanistan. Laut Daten des UN-Büros für humanitäre Hilfe seien in Afghanistan schätzungsweise 16.400 Familien in den von den Kämpfen betroffenen Provinzen Paktya, Paktika, Nangarhar, Kunar und Khost vertrieben worden.

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