US-Militäreinsatz gegen Drogenbanden in Ecuador

Ecuador kämpft gegen den Drogen-Terror nun in einem gemeinsamen Einsatz mit dem US-Militär. Ein Schwerpunkt scheint Guayaquil.

Berlin/Quito - Mit Unterstützung von US-Streitkräften hat Ecuador einen Militäreinsatz gegen Drogenkriminalität gestartet. In der Nacht zum Mittwoch habe die gemeinsame Offensive gegen „terroristische Organisationen“ in dem südamerikanischen Land begonnen, erklärten die US-Streitkräfte auf der Internetplattform X. Ziel sei eine Bekämpfung von Drogenbanden, die „Terror, Gewalt und Korruption über die Bürger der gesamten Hemisphäre gebracht“ hätten.

Der ecuadorianische Präsident Daniel Noboa erklärte auf X: „Wir haben eine neue Phase gegen den Drogen-Terrorismus begonnen“. Er hatte bereits am Vortag eine Militäraktion angedeutet und laut der Zeitung „Primicias“ unter anderem in der Provinz der Hafenstadt Guayaquil eine nächtliche Ausgangssperre ab dem 15. März ausgerufen. Guayaquil gilt als Drehkreuz für die Verschiffung von Kokain aus verschiedenen Ländern Südamerikas nach Europa und in die USA.

Bandengewalt und politische Krise

Geprägt von Bandengewalt durchlebt Ecuador derzeit eine tiefe politische Krise. Noboa hat bislang relativ erfolglos versucht, die Gewalt durch den Einsatz von Militär und der Ausrufung des Ausnahmezustands zu bekämpfen. Mehrfach brachte er bereits eine Kooperation mit den USA ins Gespräch. Mitte November 2025 lehnte allerdings bei einer Volksabstimmung eine Mehrheit der Wählerinnen und Wähler die Stationierung US-amerikanischer Truppen innerhalb des Landes ab.

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