Nigeria: Mindestens 23 Tote nach mutmaßlichen Selbstmordanschlägen

Die nigerianische Stadt Maiduguri wurde von mehreren Explosionen erschüttert.

Abuja/Dakar - Bei mutmaßlichen Selbstmordanschlägen in der nigerianischen Stadt Maiduguri sind mindestens 23 Menschen getötet worden. Wie die nigerianische Zeitung „Vanguard“ am Dienstag unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete, wurden mindestens 108 weitere Menschen verletzt. Demnach wurden mehrere belebte Orte in der Stadt im Nordosten des Landes kurz nach 19 Uhr von Explosionen erschüttert. Dafür verantwortlich seien mutmaßlich Selbstmordattentäter der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram.

Zu den betroffenen Gebieten gehörten das Postgebäude der Stadt, der Markt und der Haupteingang des Universitätsklinikums von Maiduguri, hieß es. Es wird davon ausgegangen, dass die Zahl der Opfer noch ansteigt.

Anschläge auf Zivilbevölkerung

Zum Zeitpunkt der Explosionen hatten sich zahlreiche Menschen an den Orten versammelt, um gemeinsam ihr Fasten zu brechen. Nigeria hat eine große muslimische Bevölkerungsgruppe, insbesondere im Norden des Landes, und derzeit begehen Gläubige den Fastenmonat Ramadan.

Das Militär forderte die Bevölkerung auf, ruhig zu bleiben, Menschenansammlungen zu meiden und verdächtige Personen oder Gegenstände unverzüglich den Sicherheitsbehörden zu melden. Das westafrikanische Land wird seit Jahren von Gewalt islamistischer Milizen wie Boko Haram oder der Terrororganisation ISWAP erschüttert. Vor allem im Nordwesten und Nordosten Nigerias kommt es zu Angriffen auf die Zivilbevölkerung. Immer wieder werden dabei auch Menschen entführt.

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