UN-Organisation: Geldmangel bedroht Hilfe für Menschen im Südsudan

Juba, Genf - Die lebenserhaltende Hilfe für 187.000 Binnenflüchtlinge im Südsudan droht laut den UN in den nächsten Wochen auszulaufen. Grund sei ein Defizit von sechs Millionen US-Dollar (5,2 Millionen Euro) im Hilfsbudget für die betroffenen Menschen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) der UN am Donnerstag in Juba mit.

Ohne das Geld werde die Versorgung mit Wasser sowie sanitären Produkten für die Vertriebenen in den Orten Bentiu und Malakal im Norden des Südsudans unterbrochen. Wassermangel und überlaufende Latrinen seien schwerwiegende Gesundheitsrisiken. Die USA und andere Länder hatten Zuwendungen an die IOM und weitere Hilfsorganisationen drastisch gekürzt.

Konflikte seit Unabhängigkeit

Der Südsudan ist das jüngste Land Afrikas und erlangte 2011 die Unabhängigkeit vom Sudan. Danach eskalierten politische Konflikte zu einem Bürgerkrieg, der 2018 mit einem Kompromiss und einer gemeinsamen Regierung von Präsident Salva Kiir und Riek Machar als Vizepräsident endete. Die beiden Politiker hatten im Bürgerkrieg verfeindete Lager angeführt. Die seither geschlossenen Friedensabkommen wurden wiederholt gebrochen. Zuletzt nahm die Gewalt wieder zu.

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