Wärmere Küstengewässer sorgen für schwüle Hitzewellen

Die Oberflächentemperatur des Meeres könnte deshalb ein "Frühwarnindikator" für diese gefährlichen Wetterextreme sein, heißt es in einer Klimastudie.

Potsdam - Steigende Oberflächentemperaturen in Küstengewässern treiben einer Studie zufolge großflächige schwüle Hitzewellen vor allem in den Tropen an. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erklärte am Dienstag, das wärmere Wasser sei für 50 bis 64 Prozent des Anstiegs der großflächigen schwülen Hitze-Extreme verantwortlich.

Der Zusammenhang sei insbesondere in den Tropen stark. Fernab vom Äquator spielten zudem das Zusammenwirken der Erwärmung von Land und Ozean eine wichtige Rolle. Hitzewellen mit hoher Luftfeuchtigkeit hätten in den vergangenen Jahrzehnten stark an Intensität zugenommen, erklärte das PIK, das die Studie gemeinsam mit Forschenden der Princeton University (USA) und der Sun Yat-sen University (China) erstellt hat.

Auch für gesunde Menschen gefährlich

Sie verwiesen auf die Gesundheitsgefahr dieses Phänomens: Bei einer sogenannten Feuchtkugeltemperatur - einem Maß für die Kombination von Hitze und Feuchtigkeit - von mehr als 31,5 Grad Celsius könnten selbst gesunde Menschen zusammenbrechen, da der Körper dann nicht mehr durch Schwitzen abkühle.

Laut Studie bewirken wärmere Temperaturen im Indischen Ozean ein höheres Risiko von schwüler Hitze in Südasien und im Nahen Osten. Die Temperaturen der Meeresoberflächen könnten als „potenzieller Frühwarnindikator“ eine „entscheidende Rolle spielen“, erklärte der Co-Autor der Studie, Jürgen Kurths.

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