Darmstadt (epd). Die Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16. bis 29. März haben nach Angaben der koordinierenden Stiftung gegen Rassismus mit deutschlandweit 3.700 Veranstaltungen eine Rekordbeteiligung erzielt. Dazu hätten in diesem Zusammenhang mehr als 2.000 religiöse Feiern stattgefunden, teilte der Stiftungsvorstand Jürgen Micksch am Montag in Darmstadt mit. Die Veranstaltungen reichten von Workshops und Diskussionsrunden über Kulturveranstaltungen bis zu Begegnungen vor Ort.
Beteiligt haben sich nach Angaben der Stiftung gegen Rassismus Sportvereine, Kommunen, Schulen, Feuerwehren, Polizei, Krankenhäuser, Museen, Theater, Hochschulen, Religionsgemeinschaften, Unternehmen und Initiativen. Besonders aktiv sei in diesem Jahr der Sport gewesen: Am 28. März fand ein sportlicher Aktionstag unter dem Motto „#BewegtGegenRassismus“ in Kooperation mit dem Deutschen Fußball-Bund, der DFL-Stiftung, der Deutschen Sportjugend, dem Deutschen Turner-Bund, Pink gegen Rassismus und weiteren Partnern statt.
Wunsch nach diskriminierungsfreier Gesellschaft
Die große Resonanz zeige, dass der Einsatz gegen Rassismus viele Menschen bewege und der Wunsch nach einer diskriminierungsfreien Gesellschaft breit verankert sei, sagte Micksch. „Zivilgesellschaft und Politik müssen wieder enger zusammenfinden und Rassismus gesamtgesellschaftlich bekämpfen“, appellierte der Stiftungsvorstand. „Langfristiges zivilgesellschaftliches Engagement braucht vor allem Vertrauen und eine verlässliche, planbare und langfristige Förderung.“ Die Veranstaltungsreihe findet jedes Jahr rund um den 21. März statt, den 1966 ausgerufenen UN-Tag gegen Rassismus.