US-Einwanderungsverfahren künftig auch in Republik Kongo

Die Demokratische Republik Kongo will temporär Angehörige von Drittstaaten aufnehmen, die aus den USA abgeschoben werden.

Nairobi/Kinshasa (epd). Die Demokratische Republik Kongo wird künftig vorübergehend Menschen aus anderen Ländern aufnehmen, die aus den USA abgeschoben werden. Wie das Kommunikationsministerium am Sonntag in einem Post auf der Plattform X erklärte, wurde eine Vereinbarung mit den USA geschlossen, um Migranten, die dort illegal eingereist sind, zeitweise im Kongo unterzubringen und in der Hauptstadt Kinshasa Einwanderungsverfahren für die USA durchzuführen. Die Zusammenarbeit soll bereits in diesem Monat beginnen.

Das Kommunikationsministerium betonte, dass dem Kongo dabei keinerlei Kosten entstehen würden und die Regierung darüber entscheiden könne, wer ins Land einreist. Mit Ghana, Kamerun, Äquatorialguinea und Eswatini haben die USA bereits ähnliche Vereinbarungen getroffen. Menschenrechtler kritisieren diese Auslagerung.

USA vermittelten Friedensabkommen

Die USA hatten im vergangenen Jahr ein Friedensabkommen zwischen dem Kongo und Ruanda vermittelt. Im Ostkongo haben die M23-Rebellen mit Unterstützung Ruandas mehrere Millionenstädte und große Teile der Region Kivu besetzt. Dort befinden sich unter anderem wichtige Coltan-Abbaugebiete. Parallel zum Friedensvertrag haben beide Länder auch Abkommen mit den USA zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichnet, mit einem Fokus auf wertvolle Rohstoffe.

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