UN-Organisationen warnen vor Auswirkungen extremer Hitzewellen

Anhaltende, extrem hohe Temperaturen bedrohen die Lebensgrundlagen von mehr als einer Milliarde Menschen. In vielen Regionen droht die Hitze, die Arbeit in der Landwirtschaft an 250 Tagen im Jahr unmöglich zu machen.

Genf, Rom - Extreme Hitzewellen bedrohen laut den UN die Lebensgrundlagen, die Gesundheit und die Arbeitsproduktivität von über einer Milliarde Menschen. Landarbeiter und Agrar- und Ernährungssysteme seien davon besonders betroffen, warnten die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Mittwoch in Genf.

Der Report wurde anlässlich des Tages der Erde der UN (International Mother Earth Day) am Mittwoch veröffentlicht. Die Häufigkeit, Intensität und Dauer extremer Hitzewellen haben demnach im letzten halben Jahrhundert stark zugenommen. Die Risiken für Agrar- und Ernährungssysteme sowie Ökosysteme würden in Zukunft weiter steigen, heißt es in dem Bericht „Extreme Hitze und Landwirtschaft“ der FAO und der WMO.

Zu heiß zum Arbeiten

Extreme Hitze übe zunehmenden Druck auf Nutzpflanzen, Vieh, Fischerei und Wälder sowie auf die davon abhängigen Gemeinschaften und Volkswirtschaften aus, heißt es. Extreme Hitze fordert etwa ihren Tribut bei Landarbeitern. Die Zahl der Tage im Jahr, an denen es zu heiß zum Arbeiten ist, könnte laut dem Bericht in weiten Teilen Südasiens, im tropischen Afrika südlich der Sahara sowie in Teilen Mittel- und Südamerikas auf 250 pro Jahr ansteigen.

Die Gefahr extremer Hitze liege auch in ihrer Rolle als Risikomultiplikator für Wasserstress, Dürren und Waldbrände sowie in der Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten.

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