Indigene verhindern in Mexiko Grundsteinlegung für Methanolfabrik

Proteste Indigener verhindern, dass an der Pazifikküste im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa der Grundstein für eine Chemiefabrik gelegt wird. Sie verlangen Mitsprache.

Mexiko-Stadt - Die Bewohner indigener Gemeinden haben am Donnerstag (Ortszeit) die Grundsteinlegung für den Bau einer Methanolfabrik an der Pazifikküste im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa verhindert. Die Gemeinden befürchten gravierende Umweltrisiken durch das Projekt Mexinol, wie die Zeitung „La Jornada“ berichtete. Zudem seien sie zum Bau der gigantischen Chemiefabrik nicht konsultiert worden, obwohl diese auf ihrem Territorium errichtet werden soll. Den offiziellen Akt im Hafen von Topolobampo störten die Demonstranten mit Parolen wie „Hier nicht!“, der Grundstein des Fabrikbaus wurde demontiert.

Angesichts der angespannten Situation räumte der anwesende Gouverneur von Sinaloa, Rubén Rocha Moya, ein, dass das Projekt möglicherweise nicht realisiert werden könne. Gegenüber den indigenen Vertretern, welche in der Bucht von Ohuira vorwiegend von der Fischerei leben, verpflichtete sich der Gouverneur, die Bundesregierung aufzufordern, eine Konsultation der Menschen vor Ort vorzunehmen.

Investition eines US-Unternehmens

Mexinol wird von der US-amerikanischen Firma Transition Industries LLC vorangetrieben. In Sinaloa will das Unternehmen mit einer Investition von mehr als drei Milliarden US-Dollar die weltweit größte Anlage für grünes und blaues Methanol bauen. Das Projekt zielt darauf ab, jährlich 1,8 Millionen Tonnen Methanol zu produzieren. Methanol ist ein wichtiger Rohstoff für die Chemie- und Kraftstoffindustrie.

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