Genf, New York - Das Kinderhilfswerk Unicef hat eine positive Bilanz der Impfkampagne „The Big Catch-up“ gezogen. Zwischen 2023 und 2025 habe das Programm schätzungsweise 18,3 Millionen Kinder im Alter von einem bis fünf Jahren in 36 Ländern erreicht, teilte Unicef am Freitag in Genf mit. Mehr als 100 Millionen Dosen Impfstoffe seien verabreicht worden.
„Dadurch konnten kritische Immunitätslücken verkleinert werden“, erklärte Unicef. Die Aktion wurde auch von der Impfallianz Gavi und der Weltgesundheitsorganisation begleitet. Es habe sich um eine sogenannte Nachholaktion für bislang ungeschützte Kinder gehandelt. Sie seien während der Corona-Pandemie nicht geimpft worden.
Kein Ersatz für Routineimpfungen
Von den 18,3 Millionen Kindern hätten schätzungsweise 12,3 Millionen bis dahin noch keine einzige Impfung erhalten. Rund 15 Millionen Mädchen und Jungen hätten noch keine Masernimpfung erhalten. Die Kampagne habe auch 23 Millionen Dosen Impfstoff gegen Polio bereitgestellt.
Die Organisationen warnen jedoch: Nachholimpfungen seien zwar eine wichtige Strategie, um Lücken zu schließen. Um Kinder zu schützen und Krankheitsausbrüche zu verhindern, sei es jedoch am wirksamsten, Routineimpfprogramme auszuweiten.