Frankfurt a.M./Abuja - Bei einem Anschlag im Nordosten Nigerias sind mindestens 29 Menschen getötet worden. Wie der britische Sender BBC am Dienstag berichtete, bekannte sich die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) zu der Tat, ohne das Motiv zu nennen. Der Angriff ereignete sich am Sonntag in der Ortschaft Guyaku im Bundesstaat Adamawa.
Laut der BBC hatten bewaffnete Angreifer ein Fußballfeld gestürmt und wahllos das Feuer eröffnet. Anschließend hätten die Angreifer Gotteshäuser, Häuser und Motorräder in Brand gesetzt. Der Gouverneur Ahmadu Umaru Fintiri machte zunächst die islamistische Terrorgruppe Boko Haram für den Angriff verantwortlich.
Hochburg von Dschihadisten
Die Region, die an Kamerun grenzt, gilt als Hochburg von Dschihadisten und kriminellen Banden. Auch ethnisch motivierte Gewalt aufgrund von Landkonflikten ist in dem Bundesstaat weit verbreitet. Die nigerianische Regierung steht unter starkem Druck, die zunehmende Unsicherheit im Land einzudämmen.
Vergangenes Jahr mischte sich auch US-Präsident Donald Trump ein und warf der Regierung vor, die christliche Bevölkerung nicht ausreichend vor tödlichen Angriffen islamistischer Terroristen und bewaffneter Gruppen zu schützen. Zudem ordnete er am ersten Weihnachtstag Luftangriffe gegen Kämpfer des IS an. Die nigerianische Regierung sowie lokale und internationale Beobachter betonen, dass die Gewalt in dem Land Menschen aller Glaubensrichtungen treffe und nicht ausschließlich Christinnen und Christen.