UN: In Afrika hat sich der Hunger seit 2017 jedes Jahr verschärft

Mehr als 306 Millionen Menschen in Afrika haben nicht genug zu essen und sind unterernährt. Das sind mehr als 45 Prozent aller weltweit Betroffenen.

Addis Abeba, Genf - In Afrika hat sich der Hunger laut den Vereinten Nationen weiter ausgebreitet. Mehr als 306 Millionen Menschen in Afrika seien 2024 unterernährt gewesen, warnte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO der UN am Donnerstag in Addis Abeba.

Die FAO und Partnerorganisation halten in einem neuen Bericht fest, dass sich der Hunger in Afrika seit 2017 in jedem Jahr verschärft habe. Mehr als 45 Prozent aller unterernährten Menschen weltweit leben den Angaben nach in Afrika. Der Hunger werde durch bewaffnete Konflikte, Klimaschocks, ökonomische Abschwünge und größer werdende soziale Ungleichgewichte verschärft.

Alle Regionen Afrikas hätten eine Verschlechterung der Ernährungssituation gemeldet. Zudem geht die FAO davon aus, dass mehr als eine Milliarde Afrikanerinnen und Afrikaner sich 2024 keine gesunde Ernährung leisten konnten.

Kinder mit Wachstumsstörungen

Der Anteil von Kindern unter fünf Jahren mit Wachstumsverzögerungen habe in Afrika im Jahr 2024 bei mehr als 30 Prozent gelegen. Um den Hunger energisch zu bekämpfen, forderte die FAO wesentlich höhere öffentliche und private Investitionen in die afrikanische Landwirtschaft.

Bankkredite für den Agrarsektor machten weniger als vier Prozent des Gesamtvolumens aus. Ausländische Direktinvestitionen in den Lebensmittel- und Agrarsektor seien nach wie vor stark konzentriert und insgesamt zu niedrig.

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