Frankfurt a.M./Bamako - In Mali hat die islamistische Terrorgruppe JNIM begonnen, die Verkehrswege zur Hauptstadt Bamako zu blockieren. Wie der französische Nachrichtensender RFI am Donnerstag berichtete, sind mehrere wichtige Verkehrsachsen abgeschnitten oder stark beeinträchtigt.
Damit setzt die mit Al-Kaida verbundene Gruppe ihre Ankündigung vom Wochenende, Bamako erneut zu blockieren, um. Berichten zufolge dürfen Fahrzeuge die Stadt zwar verlassen, jedoch nicht in sie reinfahren. Betroffen sind wichtige Verkehrsachsen, die Bamako mit dem benachbarten Senegal, der Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire) und Burkina Faso verbinden.
Rückstau im Senegal
Laut einem Bericht des senegalesischen Onlineportals „Seneplus“ führt die Blockade in der senegalesischen Grenzstadt Kidira zu einem Rückstau. Viele Fahrer trauten sich angesichts der unsicheren Lage nicht, die Reise anzutreten. Erst Ende Januar war auf der Strecke ein Konvoi von JNIM angegriffen worden. Mindestens 15 Lastwagenfahrer wurden getötet.
Im Oktober und November 2025 war es in Bamako zu einer massiven Treibstoffkrise gekommen, die den öffentlichen Verkehr lahmlegte und zwei Wochen lang zu Schulschließungen führte. Über mehrere Monate, ab September 2025, hatten die Islamisten Lastwagenkonvois angegriffen und so verhindert, dass diese die Hauptstadt erreichten.
Schwere Angriffsserie in Mali
Am Wochenende war der Sahelstaat Mali von einer Angriffsserie in mindestens sechs Städten erschüttert worden. Es handelt sich um die schwersten Angriffe seit 2012. Dabei kam Malis Verteidigungsminister Sadio Camara ums Leben. Zum ersten Mal arbeiteten dabei Separatisten der „Befreiungsfront von Azawad“ (FLA) mit JNIM („Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime“) zusammen.