UN: Mehr als 300 Millionen Migrantinnen und Migranten weltweit

Genf, New York - Die Zahl der Migrantinnen und Migranten in fremden Ländern hat Mitte 2024 laut den Vereinten Nationen bei 304 Millionen gelegen. Das entspreche einem Anteil von 3,7 Prozent an der Weltbevölkerung, teilte die Internationale Organisation für Migration am Dienstag in New York mit.

In dem Zeitraum von 2013 bis 2022 habe sich die Zahl der Migranten um 30 Millionen erhöht, heißt es in einem neuen IOM-Bericht. Überweisungen von Geldern der Migranten in ihre Heimatländer sind laut IOM eine wichtige Finanzquelle.

Im Jahr 2024 seien schätzungsweise 905 Milliarden US-Dollar überwiesen worden. Davon seien 685 Milliarden US-Dollar für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen bestimmt gewesen.

Überweisungen größer als Entwicklungshilfe und Direktinvestitionen

Diese Geldströme überstiegen mittlerweile die Summe aus öffentlicher Entwicklungshilfe und ausländischen Direktinvestitionen. Die IOM betonte, dass sichere und reguläre Migration zum Wirtschaftswachstum und der Schaffung von Wohlstand beiträgt.

Der Bericht zeigt laut IOM auf, dass die Einschränkung der Migrationswege die Menschen nicht abschreckt. Stattdessen würde die Migration auf irreguläre und gefährliche Routen verlagert. Die IOM hat ihren Sitz in Genf und gehört zu den Vereinten Nationen.

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