Mali: Präsident Goïta übernimmt Verteidigungsministerium

Der Sahel-Staat Mali ist jüngst von einer schweren Angriffsserie erschüttert worden. Juntachef Goïta reagiert mit der Übernahme des Verteidigungsministeriums.

Frankfurt a.M., Bamako - Der malische Übergangspräsident und Juntachef Assimi Goïta übernimmt nach dem Tod von Verteidigungsminister Sadio Camara dessen Aufgaben. Wie die Nachrichtenplattform „Maliweb“ am Montagabend berichtete, wurde die Entscheidung im Staatsfernsehen verkündet. Camara war am 25. April bei einem Anschlag auf seine Residenz in Kati nordwestlich der Hauptstadt Bamako getötet worden.

Als seinen neuen Stellvertreter im Verteidigungsministerium ernannte Goïta laut „Maliweb“ General Oumar Diarra. Dieser hatte bislang das Amt des Generalstabschefs der Streitkräfte inne.

Angriffe in mehreren Städten

Der Sahel-Staat Mali war vor rund eineinhalb Wochen von einer Angriffsserie in mindestens sechs Städten erschüttert worden. Dabei arbeiteten Separatisten der „Befreiungsfront von Azawad“ (FLA) mit der islamistischen Terrorgruppe JNIM („Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime“) zusammen. Es handelte sich um die schwersten Angriffe seit 2012.

Die seit einem Putsch 2020 regierende Junta unter Assimi Goïta nennt die Lage unter Kontrolle. Auch in den Nachbarländern Burkina Faso und Niger, die gemeinsam die Allianz der Sahel-Staaten (AES) bilden, hatte die koordinierte Anschlagsserie für Unruhe gesorgt. Mali kämpft seit Jahren mit islamistischen und separatistischen Aufständen. Weite Teile des Nordens und Ostens befinden sich außerhalb der Kontrolle der Militärregierung.

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