EU-Kommission lädt Taliban zu Verhandlungen über Abschiebungen ein

Brüssel - Die EU-Kommission hat Kontakte mit den Taliban in Afghanistan zu möglichen Abschiebungen bestätigt. Die Generaldirektion Migration und Inneres habe gemeinsam mit dem schwedischen Justizministerium einen Brief an die Behörden in Afghanistan geschickt, um die Möglichkeit eines solchen Treffens in Brüssel auszuloten, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag in Brüssel.

Demnach ist das Treffen eine Fortsetzung eines Gesprächs, das bereits im Januar in Afghanistan stattgefunden hat. Die Kontakte gehen auf eine Initiative von 20 EU-Mitgliedstaaten sowie assoziierten Schengen-Staaten vom Oktober vergangenen Jahres zurück. In einem Schreiben hätten die Staaten die Kommission aufgefordert, technische Gespräche über Rückführungen zu koordinieren.

Nach Angaben der Kommission soll es dabei insbesondere um Menschen gehen, „die kein Recht haben, sich in der Union aufzuhalten“ und die als Sicherheitsrisiko eingestuft würden. „Es geht hauptsächlich um Personen, die eine Sicherheitsbedrohung darstellen“, sagte der Sprecher.

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