Nairobi - Der ugandische Präsident Yoweri Museveni ist für seine siebte Amtszeit in Folge vereidigt worden. Laut Berichten der Zeitung "Monitor” sagte der 81-Jährige in der Zeremonie am Dienstag, er wolle die nächsten fünf Jahre für wirtschaftliche Transformation nutzen. Unter anderem solle künftig Erdöl gefördert werden und mehr Export-Produkte sollen noch im Land verarbeitet werden, sagte der Langzeitpräsident, der das ostafrikanische Land seit mehr als 40 Jahren regiert.
Offiziellen Angaben zufolge gewann Museveni die Wahl im Januar mit 71 Prozent der Stimmen. Der zweitplatzierte Kandidat, Oppositionspolitiker und Musiker Bobi Wine, der mit bürgerlichem Namen Robert Kyagulanyi heißt, ist nach den Wahlen untergetaucht und seit mehreren Monaten in den USA.
Wahlverlauf und Vorgehen gegen Opposition kritisiert
Menschenrechtsorganisationen kritisierten bereits vor der Wahl das Vorgehen gegen die Opposition, Hunderte Menschen wurden festgenommen. Die Wahlbeobachtungsmission der Afrikanischen Union stellte die Unabhängigkeit der Wahlkommission infrage, mehrere Oppositionspolitiker und Wahlbeobachter kritisierten den Verlauf der Wahl. Das Internet war für mehrere Tage abgeschaltet, das Militär im Einsatz.
Musevenis Sohn, Armeechef Muhoozi Kainerugaba, übergab Museveni die Insignien des Amtes. Kainerugaba fällt immer wieder durch provokantes Posts auf der Plattform "X” auf, in denen er sich bereits als legitimen Nachfolger seines Vaters darstellt. Auch hat er Oppositionsführer Bobi Wine mit dem Tod gedroht.
Am Montagabend gab es bereits eine Lichtshow von Drohen am Himmel über der Hauptstadt Kampala zu Ehren Musevenis. Mehrere afrikanische Staatschefs waren zu den Feierlichkeiten angereist.