WHO warnt vor nachlassendem Kampf gegen Krankheiten

Die Menschheit hat laut WHO etliche schwere Krankheiten immer noch nicht besiegt. Als Beispiel nennt die Weltgesundheitsorganisation Malaria. Doch auch Übergewicht bereits im Kindesalter erwähnt sie in einem neuen Report als Problem.

Genf - Die Weltgesundheitsorganisation zeigt sich alarmiert wegen schwerer Krankheiten und vermeidbarer Todesfälle. Die Menschheit habe nach wie vor Malaria und andere schwere Krankheiten nicht besiegt, betonte die WHO in ihrem am Mittwoch in Genf veröffentlichten Weltgesundheitsreport. Demnach beseitigt die Welt bestimmte Ursachen für Gesundheitsprobleme wie Luft- und Wasserverschmutzung nicht schnell genug.

Viele Todesfälle könnten vermieden werden, sagte Yukiko Nakatani, beigeordnete Generaldirektorin der WHO für Gesundheitssysteme. Sie verlangte mehr und gezielte Investitionen in das Gesundheitswesen. Die Zahl der Neuerkrankungen mit der Tropenkrankheit Malaria sei seit 2015 um 8,5 Prozent gestiegen. Fortschritte im Kampf gegen die Malaria seien zwischen den Regionen allerdings nach wie vor sehr ungleichmäßig verteilt.

Jede vierte Frau weltweit erlebt Gewalt in der Partnerschaft

Mehr als fünf Prozent der Kinder unter fünf Jahren habe 2024 Übergewicht gehabt. Zudem sei Gewalt gegen Frauen nach wie vor weit verbreitet. Weltweit sei jede vierte Frau von Gewalt in der Partnerschaft betroffen. Diese anhaltenden Risiken unterstreichen laut WHO die Notwendigkeit einer stärkeren Prävention und sozialer Schutzmaßnahmen.

Die WHO benannte auch Anämie während der Schwangerschaft als globales Problem. Sie betreffe 30,7 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter, wobei sich die Situation in den zurückliegenden zehn Jahren nicht verbessert habe. Anämie ist Mangel an roten Blutkörperchen.

Erfolge im Kampf gegen HIV und das Rauchen

Die WHO strich aber auch Erfolge im Kampf für die globale öffentliche Gesundheit heraus. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen sei zwischen 2010 und 2024 um 40 Prozent zurückgegangen. Tabak- und Alkoholkonsum seien seit 2010 gesunken und die Zahl der Menschen, die eine Behandlung gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten benötigten, sei zwischen 2010 und 2024 um 36 Prozent geschrumpft.

Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!
„welt-sichten“ schaut auf vernachlässigte Themen und bringt Sichtweisen aus dem globalen Süden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Warum denn das?
Ja, „welt-sichten“ ist mir etwas wert! Ich unterstütze es mit
Schon 3 Euro im Monat helfen
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!