Aufklärung nach Gewalt bei Protesten in Kenia angemahnt

Proteste gegen die hohen Benzinpreise in Kenia sind eskaliert. Angesichts von Berichten über vier Tote äußern sich Menschenrechtler besorgt.

Nairobi - Nach der gewaltsamen Eskalation der Proteste gegen die hohen Benzinpreise in Kenia hat die Nationale Menschenrechtskommission Aufklärung angemahnt. Die Kommission verwies am Montagabend auf Berichte, denen zufolge mindestens vier Menschen ums Leben gekommen seien. Zudem seien mehrere Menschen verletzt und Eigentum zerstört worden.

Zwar hätten die Proteste in den frühen Morgenstunden friedlich begonnen, seien jedoch später in Gewalt umgeschlagen. Randalierer hätten die Lage genutzt, um Straßen zu blockieren und Geschäfte zu plündern. Die unabhängige Menschenrechtskommission äußerte sich zugleich besorgt über Vorwürfe, die Sicherheitskräfte seien unverhältnismäßig gegen die Protestierenden vorgegangen, auch mit dem Einsatz tödlicher Gewalt.

Anstieg der Benzinpreise

Die Transportsektor-Allianz hatte in dem ostafrikanischen Land für Montag zu einem landesweiten Streik aufgerufen. Hintergrund ist ein starker Anstieg der Benzinpreise. Die Betreiber von Bussen verdoppelten daraufhin ihre Ticketpreise.

Am Dienstagmorgen waren die Straßen in der sonst geschäftigen Hauptstadt Nairobi leer. Viele Schulen und Geschäfte blieben geschlossen. Die Zeitung „Daily Nation“ berichtete von erhöhter Polizeipräsenz an Orten, an denen es am Montag zu Zusammenstößen gekommen war.

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