Kenianische Regierung senkt Spritpreise nach Protesten

Bei Protesten gegen die hohen Spritpreise wurden in Kenia mehrere Menschen getötet. Nun reagiert die Regierung.

Nairobi (epd). Die kenianische Regierung gibt nach: Nachdem bei Protesten gegen hohe Spritkosten mehrere Menschen von Sicherheitskräften getötet wurden, hat Präsident William Ruto eine Senkung der Diesel-Preise angekündigt. Wie die Zeitung „Daily Nation“ am Freitag berichtete, erklärte Ruto nach nächtlichen Verhandlungen mit Vertretern des Transportsektors, der Literpreis für Diesel werde zur nächsten monatlichen Spritpreisänderung Mitte Juni um umgerechnet knapp sieben Euro-Cent (zehn kenianische Schilling) gesenkt.

Mitte Mai hatte die Sprit-Behörde den Diesel-Preis um knapp 35 Cent auf den höchsten Preis jemals erhöht. Nach einem Tag Streik des Transportsektors am Montag wurde der Preis bereits um wenige Cent angepasst. Bei den Protesten von Bus- und Taxifahrern wurden nach Berichten der Kenianischen Menschenrechtskommission mindestens vier Menschen von Sicherheitskräften getötet, Dutzende weitere wurden verletzt. Die Gewerkschaften sagten nach den Gesprächen mit Ruto einen Streik für kommende Woche ab.

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