UN: Nahost-Konflikt treibt Millionen Menschen in den Hunger

Der Konflikt zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran andererseits hat verheerende Auswirkungen: Millionen Menschen müssen neu hungern.

Rom, Genf - Der Nahost-Konflikt hat laut den Vereinten Nationen die Hungerkrise von mehreren Millionen Menschen verschärft. Durch den Konflikt zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran andererseits seien Kraftstoff, Dünger, Lebensmittel und humanitäre Hilfe zunehmend teurer geworden, warnte das UN-Welternährungsprogramm (WFP) am Freitag in Rom.

Das WFP habe die Lage in drei besonders betroffenen Ländern analysiert. Demnach hätten zusätzlich 2,5 Millionen Menschen in Somalia, 1,3 Millionen in Sri Lanka und 2,3 Millionen in Afghanistan Schwierigkeiten, ihren grundlegenden Nahrungsmittelbedarf zu decken. Viele litten nun unter akutem Hunger.

Verheerende Folgen

Das WFP befürchtet, dass sich die Lage in den kommenden Monaten verschärfen wird. In Teilen der Welt befinden sich den Angaben nach Landwirte mitten in der Aussaat, sie kämpften mit gravierender Düngemittelknappheit und hohen Treibstoffpreisen. Dies dürfte verheerende Folgen für die Ernteerträge haben, betonte das WFP.

Im März hatte das WFP prognostiziert, dass 45 Millionen Menschen in akute Ernährungsunsicherheit abrutschen könnten, wenn der Konflikt anhält und die Ölpreise bis Ende Juni bei etwa 100 US-Dollar pro Barrel bleiben. Dieses Szenario werde jetzt Realität.

Die USA und Israel griffen den Iran Ende Februar an. Derzeit herrscht eine sehr brüchige Waffenruhe. Der Iran reagierte auf die Attacken mit der Blockade der Straße von Hormus. Die Meerenge ist eine der weltweit wichtigsten Schiffsrouten für Öl, Gas, Düngemittel und weitere Güter.

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