Somalia verurteilt Einreiseverbot der USA für WM-Schiedsrichter

Er sollte der erste somalische Schiedsrichter bei einer Fußball-WM werden. Doch Omar Artan darf nicht in die USA einreisen.

Nairobi/Mogadischu - Somalias Regierung hat das Einreiseverbot für den somalischen Schiedsrichter Omar Artan zur Fußball-Weltmeisterschaft in die USA kritisiert. Eine Einigung auf diplomatischem Weg habe nicht erzielt werden können, erklärte das somalische Sportministerium am Dienstag laut der Nachrichtenagentur Sonna.

Der 34-jährige Omar Abdulkadir Artan sollte als erster Schiedsrichter aus Somalia bei einer Weltmeisterschaft Spiele leiten. Er wurde 2025 als bester Unparteiischer des afrikanischen Kontinents ausgezeichnet. Laut der kenianischen Zeitung „Eastleigh Voice“ hatte Omar Artan ein gültiges Visum und einen von der somalischen Botschaft in Kenia ausgestellten Diplomatenpass. Dennoch sei er im Flughafen von Miami abgewiesen worden. Er werde am Mittwoch nach Somalia zurückkehren, berichtete Sonna.

Auch für Fans Einreise in die USA schwierig

Somalia ist eines von 39 Ländern, für die die US-Regierung von Präsident Donald Trump strikte Einreisebeschränkungen verhängt hat. Ein Großteil der Staaten befindet sich auf dem afrikanischen Kontinent. Auch für Fans aus afrikanischen Ländern war es schwer, Visa für die WM zu bekommen. Das Turnier findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, in Kanada und Mexiko statt. Mehrere Nationalteams wurden bei der Einreise in die USA besonderen Sicherheitscheck unterzogen.

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