Genf - Der Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo weitet sich aus. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag in Genf mitteilte, wurden bis Donnerstag 676 bestätigte Krankheitsfälle erfasst. 136 Menschen seien gestorbenen.
Fast jeden Tag würden neue Fälle in weiteren Bezirken registriert, hieß es weiter. Die überwiegende Mehrheit der Fälle seien in der Provinz Ituri erfasst worden. Auch Nord-Kivu und Süd-Kivu seien betroffen. Das ganze Ausmaß des Ausbruchs sei noch immer nicht klar.
Weder Medikamente noch Impfung
Die WHO und die Gesundheitsbehörden im Kongo müssten noch mehr über die epidemiologischen und klinischen Merkmale des Virus erfahren, darunter die Sterblichkeitsrate und den Anteil schwerer Fälle. Die Weltgesundheitsorganisation hatte im Mai angesichts des Ausbruchs den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.
Für die Bundibugyo-Variante des Erregers, die für den aktuellen Ausbruch verantwortlich ist, gibt es bisher weder Medikamente noch eine Impfung. Die Eindämmung der Infektionskrankheit wird zudem durch die Gewalt im Osten des Kongos behindert. Dort kämpfen Regierungstruppen und Milizen um Macht und die Kontrolle über Rohstoffe.