Oxfam: G7-Kürzungen bei Entwicklungshilfe haben katastrophale Folgen

Nach Berechnungen der Organisation Oxfam haben die sieben führenden demokratischen Industrienationen zwischen 2024 und 2025 ihre Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit um 48 Milliarden US-Dollar gekürzt.

Berlin - Zum G7-Gipfel kritisiert die Organisation Oxfam die drastische Kürzung bei der Entwicklungshilfe in den sieben führenden demokratischen Industrienationen. Die G7-Staaten hätten ihre Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit zwischen 2024 und 2025 um 48 Milliarden US-Dollar reduziert, erklärte Oxfam auf Grundlage einer eigenen Analyse am Montag. Das seien die stärksten Kürzungen in der Geschichte der Staatengemeinschaft.

Die Folgen seien katastrophal, erklärte Oxfam. So treffe etwa die aktuelle Ebola-Krise in der Demokratischen Republik Kongo ein Land, in dem die massiven Kürzungen Gesundheits- und Überwachungssysteme geschwächt hätten. Durch ein funktionierendes Frühwarnsystem hätte der Ausbruch vermutlich Wochen eher erkannt werden können, führte Oxfam an.

Forderung nach höheren Steuern auf Übergewinne

Die Organisation forderte die Bundesregierung und die anderen G7-Staaten auf, Milliardenvermögen und Übergewinne stärker zu besteuern, um zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Dieses Geld sollte genutzt werden, um die Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zu stärken, statt die Budgets weiter zu kürzen. Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und den USA beraten von Montag an bis Mittwoch im französischen Évian-les-Bains.

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