UN-Mitglieder wollen Aids bis 2030 besiegen

Trotz rückläufiger Finanzmittel wollen die UN-Mitgliedsländer die Immunschwächekrankheit Aids bis 2030 als Bedrohung für die öffentliche Gesundheit beenden. Noch immer sterben jährlich Hunderttausende HIV-Infizierte.

New York, Genf - Die Welt soll laut der Erklärung einer UN-Konferenz die Aids-Epidemie bis 2030 als Gefahr für die öffentliche Gesundheit beenden. Eine große Mehrheit der teilnehmenden Staaten habe das Ziel unterstützt, teilte das Hilfsprogramm Unaids am Mittwoch in New York mit.

Die zweitägige Konferenz war am Dienstag zu Ende gegangen. Die Länder seien auch in einer Zeit rückläufiger internationaler Finanzmittel bereit, Fortschritte im Kampf gegen HIV zu erzielen. Die Erklärung werde als Fahrplan dienen, um in den nächsten fünf Jahren weitere Erfolge bei der weltweiten HIV-Bekämpfung zu erzielen.

Rund 1,3 Millionen Menschen haben sich neu infiziert

Laut den UN starben 2024 rund 630.000 Menschen im Zusammenhang mit Aids. Rund 1,3 Millionen hätten sich 2024 neu infiziert. Zudem seien 9,2 Millionen Menschen, vor allem in armen Ländern, von einer Therapie mit lebensverlängernden Medikamenten abgeschnitten.

Die Medizinerin Marleen Temmerman, die in Kenia arbeitet, betonte, dass die HIV-Neuinfektionen im Nahen Osten und Nordafrika zwischen 2010 und 2025 um 77 Prozent gestiegen seien. Besonders besorgniserregend sei der Anstieg von HIV-Infektionen bei heranwachsenden Mädchen und jungen Frauen, besonders in den Gebieten Afrikas südlich der Sahara.

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