Ugandas Militär schließt Medienunternehmen NMG

Frankfurt a.M./Kampala - In Uganda hat Militärchef Muhoozi Kainerugaba die Schließung des unabhängigen Medienunternehmens Nation Media Group (NMG) angeordnet. Soldaten hätten Redaktions- und Sendegebäude des Unternehmens umstellt, meldete der zu NMG gehörende Sender NTV am Sonntag auf der Plattform X. Bei NTV und dem Sender Spark TV habe das Militär den Sendebetrieb gestoppt. Betroffen seien auch die Zeitungen „Daily Monitor“ und „The East African“ sowie Radiostationen.

Kainerugaba, Sohn des autoritär regierenden Präsidenten Yoweri Museveni, schrieb zu der Aktion auf der Plattform X: „Ich glaube nicht an die freie Presse. Die Presse sollte von revolutionären Kadern geführt werden.“ Laut dem britischen Sender BBC ist bislang unklar, was konkret das Vorgehen gegen das Medienunternehmen ausgelöst hat. Der Militärchef ist für die wachsende Repression gegen Ugandas Opposition in den vergangenen Monaten verantwortlich.

Museveni regiert seit über 40 Jahren

Sein Vater Yoweri Museveni regiert das ostafrikanische Land seit über 40 Jahren und wurde im Januar laut offiziellen Angaben mit mehr als 70 Prozent für eine siebte Amtszeit gewählt. Die Opposition wirft ihm seit mehreren Wahlen Betrug vor, und Menschenrechtsorganisationen kritisieren sein brutales Vorgehen gegen Regierungsgegner.

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